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14. September 2015

Ein Himmel voller Exoten

Der Flugtag in Hütten lockte an zwei Tagen mehr als 5000 Besucher und viele hochkarätige Flieger auf den Hotzenwald.

  1. Im Schatten des Torpedobombers Grummman TBR-3R Avenger lässt es sich gut aushalten. Das Flugzeugträgergeschoss mit seinem Torpedoschacht samt Attrappe beeindruckte durch Gewicht und PS-Zahl. Foto: Kirsten Lux 

  2. Georg Metzger von der Hüttener Feuerwehr mit seinem improvisierten Sonnenschutz Foto: Kirsten Lux 

  3. Alte Veteranen machen in Hütten auch am Boden Krach und versprühen mit ihren Abgasen den Hauch der großen weiten Welt. Foto: Kirsten Lux 

  4. Beeindruckende Flugshows mit romantischen Details gab es beim Flugtag in Hütten. Foto: Kirsten Lux

  5. Foto: Kirsten Lux 

RICKENBACH-HÜTTEN. Spektakulär, einzigartig, beeindruckend. Es wird wohl vielen Besuchern schwerfallen, Worte für das zu finden, was die Luftsportgemeinschaft Hotzenwald in Hütten, einem Ortsteil von Rickenbach, auf die Beine gestellt hat: zwei Tage lang Luftsport vom Feinsten. Das hochkarätige Programm lockte Tausende von Besuchern auf das Segelfluggelände.

Die Organisatoren der beiden Luftsporttage haben sich heuer selbst übertroffen. So rund, so minutiös geplant lief noch kein Fliegertag in Hütten ab. Dahinter steckt eine logistische Meisterleistung, die vor allem zwei Mitgliedern der Luftsportgemeinschaft zu verdanken ist: Dennis Stächelin und Yanik Richter.

Beide knüpften beispielsweise Kontakte zu hochkarätigen Fliegern mit ihren wertvollen Maschinen, um sie für den Flugtag im Hotzenwald zu gewinnen. Stächelin flog hierzu selbst zu mehreren Flugshows, holte sich Ideen, Adressen und letztlich die Leute samt ihren Luftgefährten nach Hütten. Richter tat es ihm gleich. Beide nahmen Urlaub, um den Flugtagen in Hütten den letzten Schliff zu geben.

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Rund 200 Helfer hatten die Luftsportler akquiriert. Jeder, der irgendwie helfen konnte, war auf den Beinen. Vom Parkplatzdienst über die Verpflegung der vielen Besucher war alles durchorganisiert. Das Programm lief im Minutentakt ab. Zwischen den einzelnen Vorführungen gab es keine Leerläufe. Dirk Lohmann machte als Kommentator seine Sache gewohnt gut.: nicht aufdringlich, die richtige Lautstärke, das richtige Timing. So empfanden es auch die Gäste, die sich zumindest am Samstag unter der Hüttener Sonne aalten und das Programm genossen. "Super, so etwas habe ich noch nicht erlebt", zeigte sich Martin Lohhauser aus Österreich, der mit seinen Motorradfreunden angereist war, beeindruckt. "Vorher wusste ich nicht einmal wer oder was Hütten ist", lacht Sabine Riedinger aus Ravensburg. Sie macht mit ihrer Familie gerade Urlaub im Hotzenwald. Hubert Matt, Präsident der Luftsportgemeinschaft, zeigte sich ebenfalls hochzufrieden: "Unsere Jugend macht hier einen tollen Job. Das Programm ist absolut hochklassig". "Es macht einfach Spaß. egal wie groß der Stress jetzt war. Wir sind ein tolles Team und jeder weiß, was zu tun ist", erklärt Bernhard Egger, der am Infostand den Besuchern Rede und Antwort stand.

Der einzige Wermutstropfen waren die nassen Tropfen und tiefhängenden Wolken am Samstagabend: Sie verhinderten den Segelkunstflug, der mit Lichteffekten und Feuerwerk den ersten Tag abschließen sollte. Dafür entschädigte der sensationelle Überflug der Breitling Super Constellation am Sonntagnachmittag die Gäste und setzte der Veranstaltung eine weitere Krone auf.

Die Höhepunkte der Veranstaltung: Neben der Breitling Super Constellation (BZ berichtete), gab es am Samstag noch eine Skydance Airshow mit Feuerwerk und Lichteffekten. Samstag und Sonntag überflogen der Torpedobomber Grummman TBR-3R Avenger, die Captens (Formationsflug mit Cap 10B), die Lucky Lady V11 (eine Mustang P51D), ein amerikanisches Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg und zwei propellergetriebene Schulflugzeuge für Luftwaffen das Gelände der Luftsportgemeinschaft im Rickenbacher Ortsteil Hütten. Eine North American AT6 Super Six, ein Trainingsjagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg, der Formationsflug zweier PC 7 (propellerturbinengetriebenes Schulflugzeug für Luftwaffen) und der "Bugatti" unter den Flugzeug Oldtimern, eine Ryan STA Special waren zu bestaunen.

Tango Bleu wartete mit seinem französisch elegantem Hubschrauberballett mit zwei Robinson R22 und die Antonov AN 2, der größte Doppeldecker der Welt kam ebenfalls nach Hütten. Altgediente Segelflugzeuge, moderne Hüpfer, Fallschirmspringer und ein "Fahrrad mit Motorschirm (Flyke) erhoben sich neben weiteren Raritäten und Exoten, alt wie jung in den Hüttener Himmel.

Mehr Bilder gibt’s unter http://mehr.bz/flugtaghuetten15

Autor: Kirsten Lux