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10. Juni 2014

Zuweilen muss auch der Motor helfen

Zum Auftakt des 51. internationalen Hotzenwaldwettbewerbs für Streckensegelflug in Hütten gingen 31 Piloten in die Luft.

  1. Schon früh am Vormittag waren die Segelflieger bereit, es fehlte jedoch zunächst an der Thermik. Foto: Philipp Sahli

  2. Mit Motorflugzeugen werden auf dem Flugplatz in Hütten die Segler zum Start hoch geschleppt (Foto links). Bis dahin müssen die Vorbereitungen am Boden schon abgeschlossen sein (rechts). Foto: Christiane und Philipp Sahli

  3. Foto: Christiane Sahli

RICKENBACH-HÜTTEN. 31 Piloten in 22 Segelflugzeugen – Ein- und Zweisitzer – gingen am Pfingstsamstag beim 51. internationalen Hotzenwaldwettbewerb für Streckensegelflug auf dem Flugplatz in Hütten an den Start. Je nach Wetterlage sind bis zum kommenden Samstag acht Wertungsflüge im Wettbewerbsgebiet Schwarzwald/ Schwäbische Alb/Jura möglich.

22 Segelflugzeuge, darunter elf aus den Ortsgruppen der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald, sind in diesem Jahr bei dem internationalen Wettbewerb am Start. Es wird in drei Klassen geflogen: Bei der 15-Meter- und 18-Meter-Klasse handelt es sich um Einsitzer, die sich durch ihre Spannweite unterscheiden, bei der Doppelsitzerklasse gibt es nur geringe Unterschiede der Flugzeuge. Die Piloten stammen aus Deutschland und der Schweiz, einige von ihnen haben schon mehrfach an dem Wettbewerb im Hotzenwald teilgenommen, andere sind erstmals am Start.

Wenn es die Thermik zulässt, soll es insgesamt acht Wertungsflüge geben. Die Wettbewerbsleitung – Frieder Göltenbott (Segelfluggruppe Dreiländereck) und Marcus Neubronner (Segelfluggruppe Wehr) – entscheidet je nach Wetterlage gemeinsam mit den Pilotensprechern kurzfristig darüber, wann welche Strecke zu absolvieren ist.

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Am Samstagvormittag kamen die Piloten 45 Minuten vor der Startbereitschaft zu einem Briefing zusammen. Es gab ausführliche Informationen über Wetter und Thermik, Marcus Neubronner gab die Strecke bekannt, die für die Einsitzer von Hütten über Mönchweiler, Gammartingen (Kreis Sigmaringen) und Rötenbach zurück nach Hütten führte. Insgesamt galt es, 240,1 Kilometer zu absolvieren. Vor den Doppelsitzern lag eine etwas weitere Strecke, nämlich 285 Kilometer.

Auf der Strecke gibt es etliche Wendepunkte

Auf der Strecke gab es mehrere Wendepunkte, die die Flugzeuge in einem Radius von 500 Metern passieren mussten. Kontrolliert wird dies mittels GPS, mit dem alle Flugzeuge ausgestattet sind, erklärte Bernhard Egger von der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald. Die Piloten orientieren sich bei ihrem Flug anhand von Karten oder GPS, viele verfügen jedoch über ausreichend Ortskenntnisse, auf die sie sich bei ihrem Flug verlassen, so Egger.

Nach dem Briefing ging es dann an die Vorbereitungen fürs Abheben, die Flugzeuge wurden startklar gemacht, Karten studiert und Daten ins GPS eingegeben. Um 12.30 Uhr war es dann soweit, die Segelflugzeuge wurden nacheinander hochgeschleppt. Erst als die letzte Maschine in der Luft war, erfolgte die Startfreigabe über Funk. Es muss jedoch nicht gleich gestartet werden, es besteht vielmehr ein Startfenster von zwei Stunden, für einen späteren Start kann es taktische Gründe wie die Hoffnung auf bessere Thermik geben, ließ Egger vor Ort wissen.

Bewölkungsaufzug erschwert Heimkehr

Am ersten Wertungstag herrschte sowohl über dem Schwarzwald als auch über der Schwäbischen Alb eine gute Thermik, später wurde die Thermikentwicklung jedoch durch Bewölkungsaufzug beeinträchtigt, so dass einige Piloten nur mit Motorunterstützung heimkehren konnten oder auf benachbarten Flugplätzen landen mussten.

Am Sonntag gab es derartige Beeinträchtigungen nicht, und einige Piloten konnten ihre schnellsten Schnitte fliegen. Martin Sautter vom SFC Ulm war mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 123,3 Kilometern pro Stunde unterwegs.

Informationen im Internet unter      http://www.lg-hotzenwald.de und      http://www.segelflug.de/vereine/      hotzenwald/wettbewerb/

Autor: Christiane Sahli