Mit sportlichem Laufen sozial etwas bewegen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 26. Oktober 2017

Schopfheim

AFT-Mitarbeiter machten aus Herbstlauf in Bad Krozingen wieder einen Spendenlauf / Ertrag geht an Tafelladen und Kinderschutzbund.

SCHOPFHEIM (hjh). Sie sorgen für Bewegung auf Transportbändern: Automatisierte Transporte in den Produktionshallen und Fabriklagern sind das Kerngeschäft der AFT-Group, die seit 2007 dem Münchner Certina Konzern angehört und in der Markgrafenstadt insgesamt 85 Mitarbeitende beschäftigt. Bewegt haben sich 18 AFT-Beschäftigte und zwei ihrer Kinder jetzt erneut sportlich – mit dem Gedanken, damit sozial etwas zu bewegen.

So gingen sie wie schon vor einem Jahr wieder beim Herbstlauf in Bad Krozingen an den Start und machten daraus für sich einen "AFT-Spendenlauf" – einerseits um etwas für ihre Gesundheit zu tun und andererseits um Geld zu sammeln für Projekte sozialer Einrichtungen in der Region. Zehn Euro pro gelaufenem Kilometer ließ sich die Geschäftsleitung diese etwas abgewandelte Form von "Fördertechnik" kosten. Die so motivierten Walker und Jobber des Unternehmens sowie die beiden "Bambinis" stürmten bei herrlichem Wetter mit und ohne Stöcken 137,2 Kilometer an Mais- und Tabakfeldern vorbei durch den Breisgau und kassierten dafür von Geschäftsführer Heiko Hofmann, der selbst fünf Kilometer zum guten Gelingen beisteuerte, 1372 Euro. Davon wurden nun 372 Euro an den Tafelladen überwiesen. Und 1000 Euro gingen aufs Konto des Kinderschutzbundes (KSB).

Die Schopfheimer KSB-Geschäftsführerin Anna Homberg war natürlich überglücklich ob dieses höchst willkommenen Zustupfs, der dem neuen Projekt "Jugendliche beraten Jugendliche" (JubeJu) in Ergänzung des "Kinder- und Jugendtelefons" mit der bundesweit bekannten "Nummer gegen Kummer" zugutekommen wird. Ab Februar 2018 stehen zu bestimmten Zeiten Jugendliche ab 16 Jahren an den Telefonen des KSB all denen mit Rat und Tat zur Verfügung, die ihre Sorgen und Nöte lieber mit Gleichaltrigen teilen möchten. "An manchen Orten läuft das Projekt bereits mit großem Erfolg", betonte Anna Homberg. Nicht nur die Kinder und Jugendlichen nehmen die neue Art, Hilfe und Rat oder seelischen und moralischen Beistand zu bekommen, wenn sie in Sachen Pubertät, Mobbing, Sexualität, Sucht und Gewalt der Schuh drückt oder wenn wegen Liebeskummer der Himmel über dem Kopf einzustürzen droht, gerne an.

Auch die sozial engagierten jungen, speziell dafür ausgebildeten Telefonpartner in den Zentralen des Kinderschutzbundes sind, so Anna Homberg, "von dieser Art Telefondienst begeistert". Sie sammeln wertvolle Erfahrungen. Und auch bei den Arbeitgebern komme diese Art des sozialen Engagements bestens an.

Nach diesen Ausführungen fiel es Heiko Hofmann noch viel leichter, den AFT-Scheck zu überreichen. Das Geld sei an der richtigen Adresse gelandet. Ihm und seinem Team habe die Aktion viel Freude bereitet. Er persönlich halte es für überaus wichtig, in "unsere Kinder und damit in unser aller Zukunft" zu investieren.