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15. August 2015

Sorge um das "Filetstück" der Schule

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Lusche besuchte die Gewerbeschule Schopfheim / Es geht um den ländlichen Raum.

  1. Ralf Dierenbach, Rektor der Schopfheimer Gewerbeschule (links) und sein Stellvertreter Zoltan Juhas (rechts) im Gespräch mit Ulrich Lusche (MdL) Foto: ZVG

SCHOPFHEIM (BZ/mj). Den Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Ulrich Lusche in der Gewerbeschule Schopfheim nahmen Rektor Ralf Dierenbach und sein Stellvertreter Zoltan Juhas zum Anlass, die Sorgen der Schule anzusprechen. Bekanntlich stehen Überlegungen im Raum, den Kernfachbereich Metall von der Gewerbeschule Schopfheim nach Lörrach abzuziehen. Ohne das Filetstück sähe es für die Schopfheimer Gewerbeschule nicht gut aus.

Dem Dialog voran stellte Rektor Ralf Dierenbach die besondere Beschaffenheit des Landkreises Lörrach, der einerseits urbane Flächen habe, andererseits aber auch sehr ländlich geprägt sei. Gerade für die Schülerströme und die Auszubildenden stelle diese Prägung immer wieder eine Herausforderung dar, wie der Rektor bemerkte. Natürlich seien im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs viele Maßnahmen getroffen worden, die zur Verbesserung der Anbindung des ländlichen Raums an die städtischen Teile des Landkreises beigetragen hätten; dennoch sehen er und Zoltan Juhas hier noch mehr Verbesserungspotenzial. Denn beiden Lehrenden ist es ein großes Anliegen, dass der ländliche Raum und die damit einhergehenden Strukturen attraktiv gehalten werden.

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"Leider haben wir den Trend, dass gerade junge Menschen vom Lebensgefühl her den urbanen Raum vorziehen", stellte Lusche fest. Er könne die Sorgen nachvollziehen, hielt jedoch entgegen, dass gerade in den ländlichen Gemeinden im Oberen und Kleinen Wiesental seitens der Kommunen sehr viel, gerade auch finanziell, investiert wurde, um die Attraktivität und den Standard zu erhalten. "Die Politik muss für die Infrastruktur sorgen, aber auf die Gesellschaft kommt es zuletzt an", kommentierte der Abgeordnete. Dierenbach und Juhas wünschten sich ferner, dass die beruflichen Schulen mit ihrem Alleinstellungsmerkmal wieder mehr in den Fokus bei der Bildungsdiskussion gerückt werden.

"Während das allgemeinbildende Gymnasium die Schüler abstrakt theoretisch auf ein Universitätsstudium vorbereitet, arbeiten die beruflichen Schulen praxisorientiert, und das ist unsere Stärke", hielt der Rektor fest. Ulrich Lusche bestärkte Dierenbach und Juhas darin, die Öffentlichkeit zu suchen, was die Belange der Gewerbeschule betrifft – "Öffentlichkeit schafft Wahrnehmung", betonte der Landtagsabgeordnete abschließend.

Autor: bz