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30. Mai 2010 18:53 Uhr

Rutschfahrt am Steilhang

Spektakuläre Szenen beim Motocross

Die vom Regen aufgeweichte Strecke an der Dossenbacher Landstraße hat beim 45. Schopfheimer ADAC-Motocross den Fahrern einiges abverlangt. Das Wetter brachte auch die Verantwortlichen vom MSC Schopfheim ins Schwitzen.

  1. Am rutschigen Steilhang auf der Streck e des MSC Schopfheim scheiterten die Seitenwagengespanne beim 45. Motocross reihenweise. Foto: Hermann Jacob

SCHOPFHEIM. Spektakuläre, nicht ungefährliche Szenen gab es am ersten Steilhang, vor dem zahlreiche Fahrer im glitschigen Morast kapitulieren mussten, so dass die Strecke bei den zweiten Wertungsläufen aus Sicherheitsgründen verkürzt wurde.

Beim Start, wie immer ein besonderer Moment für die Zuschauer, gab das Fahrerfeld noch ein gewohnt farbenprächtiges Bild ab, doch schon nach der ersten Runde waren die in Schlamm getauchten Crosspiloten und ihre Maschinen nicht mehr wieder zu erkennen. Ein Wunder, wie die Fahrer durch ihr mit Dreck beworfenes Helmvisier überhaupt etwas sehen konnten.

Zum Glück keine Unfälle

Die Quads kamen beim ersten Wertungslauf um DM-Punkte noch besser den Steilhang hinauf, aber die Seitenwagengespanne hatten große Schwierigkeiten, den Hügel zu überwinden. Zahlreiche Fahrer mussten umkehren und man konnte von Glück sagen, dass es durch umstürzende Maschinen und zunehmenden "Gegenverkehr" nicht zu Unfällen kam. "Staub werden wir heute kaum sehen", verkündete Ansager Herbert Henkel und gab sich nach Rücksprache mit dem Rennleiter zunächst noch optimistisch: "Das Rennen geht weiter, der Hang ist zu schaffen."

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Ende der Rutschfahrt

Doch beim zweiten Lauf um den Baden-Württembergischen Motocrosspokal der Solofahrer wurde der Rutschhang schließlich aufgegeben. Auch an Zuschauern, Fotografen und Ordnungskräften des MSC ging die Schlacht im Morast nicht spurlos vorüber, wohl dem, der Gummistiefel und gutes Regenzeug anhatte. Abgesagt wurden wegen der Streckenverhältnisse die vorgesehenen Runden von Freestyle-Akrobaten.

Trotz Wetterverhältnissen war die Zuschauerkulisse doch ansehnlich, und wer gekommen war, sah spannende Rennen und hart umkämpfte Siege. Vorteilhaft war eine Fußgängerbrücke, über die man auf dem Weg zum Clubheim des "Morast-Sport-Clubs" die zerfurchte Motocross-Strecke überqueren konnte.

Autor: Hermann Jacob