Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. September 2015

Traktoren stehen im Mittelpunkt

Oldtimertreffen in Dossenbach zieht zahlreiche Besucher an / Musikverein als Veranstalter ist hoch zufrieden.

  1. Auf der Ausstellungswiese bei der Dossenbacher Festhalle ging es rund: Oldtimer und Besucher so weit das Auge reicht. Foto: Ernst Brugger

  2. Blickfangin Dossenbach: der Buick aus dem Jahr 1931 Foto: Ernst Brugger

DOSSENBACH. Das fünfte Oldtimertreffen des Musikvereins am Sonntag bei der Festhalle in Dossenbach war eine illustre und bunte Schau für Schlepper- und Oldtimerfreunde. Nach dem großen Erfolg der spektakulären Brass-Nacht im vergangenen April, setzte der Musikverein Dossenbach (MVD) damit einen weiteren Höhepunkt und Farbtupfer in das heimische Dorfleben. Was 2003 als reines Schleppertreffen begann ist inzwischen zu einer Ausstellung für Oldtimer-Fahrzeuge aller Art geworden, die zu einer der größten im südbadischen Raum gezählt werden kann. Dementsprechend groß war auch wieder der Besucherandrang.

Neben den rund 150 alten Schleppern und Traktoren waren auf der Ausstellungswiese auch etwa 40 andere Oldtimer-Fahrzeuge, darunter auch Lastkraftwagen, Unimogs und Zweiräder und natürlich alte Automobile, zu sehen. Mit dabei, neben einigen deutschen Raritäten, auch solche aus der Schweiz und Frankreich. Zu den vielen einzelnen Oldtimer-Besitzern kamen auch Mitglieder von regionalen Clubs und Vereinen. Stark vertreten waren die Schlepperfreunde Wiesental-Dinkelberg, die Oldie-Freunde Karsau, die Dieselkracher Hottingen und die Kramer-Freunde Gutmadingen. Sehr gut vertreten war auch wieder die Schweiz mit den "Freunden alter Landmaschinen Region Aargau" und den "Freunden alter Landmaschinen Nordwestschweiz". Zu diesen Clubs kamen auch viele einzelne Schweizer Oldtimer-Aussteller, so auch aus dem Kanton Zürich. Aus deutscher Sicht hatte eine Oldtimer-Besitzer aus Freiburg im Breisgau die weiteste Anreise.

Werbung


Die Herzen vieler eingefleischter Schlepperfreunde schlugen höher beim Anblick der vielen alten und gepflegten Raritäten. Eine davon war der wie neu restaurierte"Ursus C4-Bulldog", Baujahr 1948, von Reto Matt aus Murg-Niederhof, dessen Seltenheit auch als Langholzschlepper zu verwenden ist. Eines der Prunkstücke bei den Automobilen war ein restaurierter amerikanischer "Buick", Baujahr 1931, eine zum General Motors gehörende Marke. Viel bestaunt wurde auch der alte, wie neu aufpolierte Schweizer Saurer-LKW, Baujahr 1942, von Gustav Suhr aus Minseln. Und Rudi Kaiser aus Todtmoos mit seinem Mc Cormick, Baujahr 1958, fand nicht wegen des alten Schleppers viel Aufmerksamkeit, sondern wegen seiner Puppe "Resi" die er mit dem Traktor abholt.

Friedrich Fingerlin, der wieder in die Rolle des informativen und humorvollen Moderators geschlüpft war, konnte die große Besucherschar noch auf viele weitere Unikate und Raritäten aufmerksam machen, so dass keine Langeweile aufkam. Ein Wettbewerb für Schlepper-Fahrer durfte natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Bei drei Wissensfragen und zwei Schätzfragen rund um das Dossenbacher Oldtimertreffen war nicht die Stärke der Bulldogs gefragt, sondern der Scharfsinn der Fahrer. Sieger dabei wurde Ingo Waßmer aus Wallbach vor Markus Guhl aus Grenzach-Wyhlen und Michael Grether aus Schlächtenhaus. Den Sonderpreis erhielt Jürgen Schwarze aus Malsburg-Marzell, der mit seinen illustren Vorführungen mit alten Motorsägen schon zum dritten Mal in Dossenbach dabei war, und auch sonst den MVD unterstützt.

Bereichert wurde die Schau der Oldtimer von einem Bauernmarkt mit regionalen Erzeugnissen, alten Handwerksvorführungen, der Landmaschinenausstellung von Schmid aus Wehr, ein Bücherstand mit Literatur über Kultautos und Oldtimer, dem Kindergarten Dossenbach mit leckeren Waffeln und den Steinbruch-Hexer aus Nollingen mit Kinderschminken. In der ebenfalls stets gut besetzten Festhalle sorgte die Trachtenkapelle Dachsberg für die musikalische Unterhaltung, während die rund 70 Helfer des MVD mit der Festwirtschaft vollauf beschäftigt waren. Und so konnte MVD-Vorsitzende Petra Leschinski, ebenso strahlend wie die Sonne verkünden: "Wir sind wieder vollauf zufrieden mit dem schönen und erfolgreichen Festverlauf".

Autor: Ernst Brugger