Breisgau-Hochschwarzwald

SPD will die Jagdsteuer wieder einführen

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Fr, 22. Dezember 2017 um 10:40 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Die SPD will, dass Jäger wieder Steuern zahlen. Der Landkreis brauche das Geld. Der Vorstoß ist umstritten, denn es gibt immer mehr Wild – und entsprechend mehr Schäden.

Die SPD will, dass der Landkreis die Jagdsteuer bis 2019 wieder einführt. Der Antrag wurde bei der jüngsten Sitzung des Kreistages Breisgau-Hochschwarzwald gestellt. "Die Finanzlage des Kreises erlaubt keinen weiteren Verzicht auf die originäre Steuer des Kreises", heißt es in dem Schreiben der Sozialdemokraten.

Der Vorschlag dürfte noch für Diskussionsstoff sorgen. Die Wildbestände nehmen seit Jahren beständig zu. Damit wachsen auch die Wildschäden auf Äckern und im Wald. Sind die Schäden zu groß, müssen Jagdpächter bezahlen. Die Jagdsteuer im Landkreis wurde 2009 abgeschafft. Die Einnahmen lagen damals bei rund 100 000 Euro pro Jahr.

Jäger würden einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten, Jagd sei nicht mehr profitabel, hieß es damals im Kreistag. Die SPD argumentiert heute, dass der Verzicht aus haushälterischen Aspekten unhaltbar sei. Der Landkreis ist verpflichtet, seine Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen.

Hintergrund:

Entscheidung von 2008: Landkreis schafft Jagdsteuer ab