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16. Februar 2010 00:37 Uhr

US-Profiliga

Dirk Nowitzki ist der König der NBA-Allstars

Verloren und doch gefeiert: Beim Allstar-Spiel der amerikanischen Basketball-Liga NBA hat die West-Auswahl um Dirk Nowitzki den Kürzeren gezogen. Doch das Publikum von Dallas huldigte dem deutschen Ass.

"Jetzt hätten wir nur noch gewinnen müssen, um die ganze Sache zu toppen", sagte der deutsche Basketball-Nationalspieler. Im neuen Cowboys Football-Stadium von Dallas verlor er am Sonntag (Ortszeit) mit der West-Auswahl 139:141 gegen den Osten der nordamerikanischen Profiliga.

"Dirkules" genoss das Match aber in vollen Zügen und war mit 22 Punkten hinter Denvers Star Carmelo Anthony (27) zweitbester Werfer seines Teams. Der Blondschopf stand bei seiner neunten Teilnahme am Treffen der besten Basketballer der Welt erstmals in der Startformation und insgesamt 27:43 Minuten auf dem Parkett. Er war für den verletzten Kobe Bryant vom NBA-Meister Los Angeles Lakers in die Anfangsformation gerückt. Und das alles in seiner Wahlheimat Dallas. Für die ansässigen Mavericks spielt der 2,13-Meter-Riese Nowitzki seit 1999.

"Es ist etwas Besonderes für mich. Wer hätte das gedacht, als ich vor zwölf Jahren als unbekannter junger Deutscher hierherkam und ich jetzt sogar mein Gesicht auf den Häusern der Stadt abgebildet wiederfinde", meinte der "Mavs"-Kapitän. Die gesamte Woche vor dem alljährlichen Showhighlight hatte im Zeichen des Nationalspielers gestanden.

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Dennoch: Standbilder und Fotos mit seinem Konterfei schmückten die Stadt. Ein Riesenposter war am Hotel angebracht, in dem Nowitzki logierte. Die Familie mit Schwester Silke an der Spitze war mit 20 Mitgliedern eigens aus Deutschland angereist. Und Nowitzki hatte für seine Verwandten sogar einen Party-Bus gemietet.

Auf dem Parkett ließen es aber auch andere rocken. Seine Allstar-Premiere feierte Chris Kaman von den Los Angeles Clippers. Der Amerikaner war vor den Olympischen Spielen in Peking für Deutschland eingebürgert worden und rückte als zweiter deutscher Nationalspieler ins Alltar-Team. Kamans Bilanz: Vier Punkte in 10:43 Minuten. Dwyane Wade von den Miami Heat übernahm mit LeBron James von den Cleveland Cavaliers indes für den Osten das Regiment. Sie zauberten wie das West-Kollegium ein Kunststückchen nach dem anderen aufs Parkett. Und in der Pause übernahmen die Musik-Stars Shakira und Alicia Keys die Bühne.

Die Massen standen jedenfalls Kopf. Die Lieblinge der Fans – losgelöst von allen Zwängen – verblüfften sich in ihrer Spiellaune manchmal selbst. Kurz vor Schluss war es dann sogar "Hausherr" Nowitzki, der mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 139:139 ausglich. Aber der ausgerechnet in Dallas geborene Chris Bosh von den Toronto Raptors sicherte dem Osten ebenfalls von der Freiwurflinie den 36. Sieg des Ostens im 59. Allstar-Game der Geschichte.

Autor: dpa