Ackermann heiß auf Deutschland Tour

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Von dpa

Di, 21. August 2018

Radsport

Radprofi blickt nach seinem Sturz bei den Cyclassics zuversichtlich aufs nächste Rennen.

HAMBURG (dpa). Am Montag saß Pascal Ackermann schon wieder auf dem Rad und drehte eine Trainingsrunde. Noch am Tag zuvor hatte der deutsche Radsport-Shootingstar vom Team Bora-hansgrohe bei der 23. Auflage der Cyclassics unliebsamen Kontakt mit dem Hamburger Asphalt gemacht. "Ich habe einige Hautabschürfungen, aber es sieht aus, als könnte ich bei der Deutschland Tour an den Start gehen", erklärte der Pedaleur aus dem pfälzischen Kandel nach dem Rennen und gab vor der Abreise aus der Hansestadt erste Entwarnung: "Es tut zwar alles weh, aber die Knochen scheinen heil zu sein."

Für die am Donnerstag beginnende Neuauflage der deutschen Landesrundfahrt, die in Koblenz beginnt und am Sonntag nach 737,5 Kilometern in Stuttgart endet, hat sich Ackermann entsprechend viel vorgenommen. "Beim Comeback der Deutschland Tour im Meistertrikot zu fahren, ist eine große Ehre für mich. Vor allem die erste Etappe habe ich mir dick im Kalender angekreuzt", sagte er. Zuletzt fand die Deutschland Tour 2008 statt, wurde aber nach den Dopingskandalen zahlreicher Radprofis aufgrund mangelnder medialer Aufmerksamkeit und Werbewirkung eingestampft.

"Für mich hat das Rennen einen hohen Stellenwert. Wir schauen einfach mal, was für uns als Team rausspringt", sagte Ackermann, der in seinem zweiten Profijahr den etablierten deutschen Topsprintern Marcel Kittel, André Greipel und John Degenkolb Konkurrenz macht. Bereits fünf seiner sechs Saisonsiege konnte Ackermann in diesem Jahr bei WorldTour-Rennen einfahren – drei davon im Meistertrikot, das er sich Ende Juni im südhessischen Einhausen souverän sichern konnte.

Ein Leidtragender von Ackermanns Sturz in Hamburg war Degenkolb, der dadurch seine Sprintvorbereitung unterbrechen musste und als Vierter ins Ziel kam. Einen Vorwurf wollte der Tour-de-France-Etappensieger seinem Kollegen aber nicht machen. "Er ist ja noch jung und steht unter Druck, da kann so ein Fehler natürlich einmal passieren", sagte der 29 Jahre alte Trek-Segafredo-Profi.

Auf Tour-de-France-Etappensieger Degenkolb werden die deutschen Radsportfans als wohl einzigen der deutschen Hochkaräter verzichten müssen. Sein Rennstall startet nicht bei der Deutschland Tour. "Das Team hat sich für ein anderes Restprogramm entschieden, daher werde ich nicht teilnehmen", sagte der gebürtige Thüringer. Stattdessen wird Degenkolb am Sonntag beim GP de Plouay in der Bretagne versuchen, seinen vierten Saisonsieg einzufahren.