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28. Juni 2012
Münstereck
Städtische Gebührenpolitik: Hier fehlt das rechte Maß
Freiburgs Flair lebt auch vom Angebot der Gastronomie. Die meist voll besetzten Plätze an den Tischen überm Bächle und unter Kübelpalmen haben nun offenbar auch im Rathaus den Reflex ausgelöst, dass man hier noch mehr die Hand aufhalten kann. 50 Prozent plus auf einen Schlag – mit diesem Vorschlag schießt die Stadtverwaltung aber deutlich über das Ziel hinaus. Schließlich ist den Wirten zuletzt mit der Sondergebührensatzung vor drei Jahren vieles abverlangt worden. Plastikstühle wurden (zurecht!) auf den Index gesetzt. Grellbunte Werbe-Sonnenschirme auf dem Münsterplatz ebenso. Dann mussten die berühmten Kübelpflanzen innerhalb und nicht, wie zuvor, neben der Freifläche platziert werden – was bereits Sitzplätze und Einnahmen kostete. Nach diesen Auflagen nun mit einer solch kräftigen Gebührenerhöhung zu kommen, ist, um in der Fußballersprache zu reden, doch "übertriebene Härte". Und am Ende zahlt ohnehin der Kunde den Preis, weil der Wirt natürlich den städtischen Topzuschlag weitergeben wird.
Autor: Joachim Röderer
2 Kommentare
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Hannes Mähler
Registriert seit: 22.03.2010
Kommentare: 279
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28. Juni 2012 - 14:01 Uhr
Liebe BZ, bevor ihr euch hier dermaßen empört, recherchiert mal den monatlichen Quadratmeterpreis für Miete/Pacht, den Wirte berappen und damit über die Runden kommen und dann setzt die monatlichen Kosten von künftig 3,72 € (Durchschnitt) pro Quadratmeter Außenfläche dazu in Relation. Manchmal habt ihr eine Wutbürgerattitüde drauf, die völlig unüberlegt stammtischlerisch dampfplaudert ohne in die Tiefe geblickt zu haben.
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Michael Basket
Registriert seit: 30.07.2009
Kommentare: 1207
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28. Juni 2012 - 14:09 Uhr
Ich wette die Leute welche meinen die Gebührenerhöhung sei ein Klacks für jeden Gastronom (verdienen sich eh alle tod und dämlich), sind die ersten die Heulen wenn die Regio-Karte um 2,50 EUR aufschlägt...... Ich schreibe mit und werde vergleichen!
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