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09. Juni 2010
ENTER: Der Kult am Faust-Gymnasium soll weitergehen
Einige Schülerinnen und Schüler haben nach drei Jahren das "Kultcafé" als Auftrittsort für Schulbands wiederbelebt.
STAUFEN. In der "Enter-Rubrik" der BZ haben junge Autoren die Möglichkeit, mit ihren Erfahrungen die Zeitung zu "entern". Heute berichtet Julia Donner über das Kultcafé im Faust-Gymnasium, das von den Schülern zu neuem Leben erweckt worden ist.
"Der Kult lebt." Das ist unser Motto. Ich spreche hier vom totgeglaubten Kultcafé des Faust-Gymnasiums in Staufen.Bereits 1990 fand die Veranstaltung am "Faust" statt, damals noch unter dem Namen "Rockcafé". Hier hatten Schulbands die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen und die Veranstaltung etablierte sich zu einer beliebten Konzertreihe, prägte das Schülerleben. Es ließ sich beinahe eine Art "Hype" feststellen. Das Rockcafé, später umbenannt in Kultcafé, fand fast schon monatlich statt und niemand wollte es missen. Lange ist’s her. Es schien, das Kultcafé lockt keinen mehr hinterm Ofen hervor. Die Nachfrage war gestillt. Vielleicht lag es an mangelndem Aktionismus der Schüler, vielleicht gab es zu wenig Schulbands, vielleicht geriet es irgendwann schlichtweg in Vergessenheit.
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Drei Jahre ist es her, seit das letzte Kultcafé stattfand. Wir, einige Schüler aus der Kursstufe 1, fanden drei Jahre sind zu viel. Uns war klar: die Musik muss wieder mehr in den Mittelpunkt des Schulalltags gerückt werden. Wir wollten wieder ein Kultcafé, eine der Veranstaltungen, die das Faust-Gymnasium ausmachen, die einfach "Kult" sind.
Das Konzept musste nicht groß überarbeitet werden. Die Idee, die dahinter steckt, war klar – jeder profitiert: Schulbands spielen an einem Abend und haben die Chance zu zeigen, was sie können, um Fans zu gewinnen und das junge Publikum kann tanzen, mitsingen, sich unterhalten oder einfach nur die Musik genießen.
Da Schulbands momentan an unserer Schule eher Mangelware sind, entschlossen wir uns, außer der schulinternen Band "Honk", bestehend aus Linus Eppinger (14, Gitarre und Gesang), Simon Riesterer (15, Gitarre und Gesang), Fabian Grimm (15, Drums und Gesang) und Sebastian Wecker (20, E-Bass), auch noch die Freiburger Schülerband "Topcase" einzuladen. Die Mitglieder von Topcase sind mit ihren 18 und 19 Jahren schon etwas erfahrener und dürfen auf eine stetig wachsende Fangemeinde, einen Auftritt bei Campus Open und eine Teilnahme beim Music Star(t) Contest zurückblicken.
Wir hatten, wie ich finde, eine gute Wahl getroffen und die Besucher hatten die Möglichkeit, pünktlich zum Ferienbeginn ein breites Spektrum an Musik von Rock’n’Roll über Reggae bis hin zu Pop genießen zu können. Gerade Topcase gelang es mit ihrer charmanten Art, das Publikum zum mitmachen zu bewegen und einige nutzen die Gunst der Stunde um "mal so richtig abzugehen". Wir finden: "Der Kult lebt!", und damit das auch so bleibt, ist ein weiteres Kultcafé bereits fest geplant.
Autor: bz


