Leserbriefe

Otto Schelb, Münstertal

Von Otto Schelb & Münstertal

Fr, 04. März 2016

Staufen

GEMEINDERAT STAUFEN
Beschluss schadet dem Gemeinwohl
Zu unserem Bericht über die geplante Entwidmung der Straße Im Steiner in Staufen ("Staufen einigt sich mit Anwohnern", BZ vom 26. Februar) schreibt ein Leser:

Der Beschluss des Stadtrates von Staufen war nach dem Vergleich im Zusammenhang mit der Umfahrung Staufen absehbar. Es war doch zu erwarten, dass nach dem Ende der Umfahrung bei der Straße nach Grunern der naheliegende Weiterweg über die Straße Im Steiner (zumindest die Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen) führt. Zumindest der Bürgermeister hätte wissen müssen, dass die wenigen Anwohner in Grunern sehr klagefreudig sind. Nun hat man sich wieder geeinigt und widmet ein Teilstück zur Anliegerstraße um.

Den Autofahrern aus dem Münstertal beziehungsweise in Richtung Münstertal wird ein problematischer Umweg zugemutet. Jetzt müssen auch Autofahrer Richtung Müllheim durch Staufen fahren. Der "Umweg" wird ja erschwert durch zwei Bahnübergänge und zwei Fußgängerampeln. Außerdem führt die Straße an einer großen Schule vorbei. Von dem zusätzlichen Verkehr sind sicher mehrere hundert Anwohner betroffen. Im Steiner wohnen bestimmt nicht mehr als 30 Personen. Vermutlich ist aber auch der Bürgermeister von Staufen daran interessiert, möglichst viele Fahrzeuge durch die Münstertäler Straße zu leiten, damit für den möglichen Weiterbau der Umfahrung das Verkehrsaufkommen ausreichend ist. Neben den Münstertälern zählt auch die Umwelt zu den Verlierern bei dem ganzen "sogenannten" Vergleichen. Das hat wenigstens die Umweltliste im Staufener Stadtrat erkannt. Andererseits ist es aber merkwürdig, dass auch der Landesnaturschutzbund zu den Klägern gegen die komplette Umfahrung gehörte.

Der richtige Schritt wäre nach meiner Ansicht, den ersten Vergleich aufzukündigen. Es gibt doch genug gute Argumente für die komplette Umfahrung. Die geplante Maßnahme in Grunern berücksichtigt wenige Einzelinteressen und schadet dem Gemeinwohl. Der Bürgermeister und der Stadtrat sind aber verpflichtet, dem Gemeinwohl zu dienen.
Otto Schelb, Münstertal