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29. Januar 2009 14:08 Uhr
Gemeinderat vergibt Auftrag
Probebohrungen beginnen im Februar
Mitte Februar soll mit der Erkundungsbohrung begonnen werden, um den Ursachen für die Hebungen in Staufen auf die Spur zu kommen.
STAUFEN. Das Land Baden-Württemberg übernehme für die Probebohrungen die Kosten, sei abers nicht bereit, als Auftraggeber zu fungieren, berichtete Bürgermeister Benitz in der gestrigen Gemeinderatsitzung.
Robert Breder vom Ingenieur-Büro Geotechnik aus Kirchzarten erläuterte dem Gremium, wie die Probebohrungen, die in rund 15 Metern zum Erdsondenfeld vorgenommen werden, ablaufen. "Wir müssen von mindestens zwei gespannten Wasserschichten ausgehen", erklärte er. Deshalb werden die Messungen im Erdreich bis zu einer Tiefe von 160 Meter vorgenommen, um festzustellen, wo das Wasser ins Anhydrit gelang. Es werden umfangreiche Untersuchungen vorgenommen, in die auch die vorhandenen Erdwärmesonden mit einbezogen werden. Ziel dieser Erkundungsbohrung, die bis zu acht Wochen dauern kann, sei, Strategien zu entwickeln, wie die Hebungen verlangsamt oder zum Stillstand gebracht werden können.
Mit Lärmbelästigungen müssten die Bürger nicht rechnen, erklärte der Ingenieur auf Nachfrage von Herbert Rinderle. Nachts finden keine Bohrungen statt. Aufgrund des Drehbohrverfahnres gebe es auch keine nennenswerten Erschütterungen während der Arbeiten.
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Nebenwirkungen könnten bei diesen Probebohrungen nicht ausgeschlossen werden, räumte Breder ein. Doch verzichte man darauf, könne man zuschauen, wie sich Staufen jedes Jahr weiter hebe. Das sah auch Andy Müller (CDU) so: "Es gibt keinen Plan B."
Etwas beunruhigt zeigten sich Ato Ruppert und Herbert Rinderle über die Differenz der beiden vorliegenden Angebote für die Probebohrungen in Höhe von rund 150 000 Euro. Breder versicherte jedoch, dass sich diese Differenz lediglich auf wenige Posten beziehe, die Angebote ansonsten gleichwertig seien.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Auftrag an die Firma Anger’s und Söhne in Höhe von rund 307 000 Euro zu vergeben.Weiterhin beauftragte der Gemeinderat das Ingenieur-Büro Geotechnik aus Kirchzarten mit den Arbeiten zur Durchführung, Planung der Bohrung und der damit zusammenhängenden Untersuchung in Höhe von rund 110 00 Euro.
Am 5. Februar, wird sich auf Initiative des FDP-Landtagsabgeordneten Dieter Ehret auch Wirtschaftsminister Ernst Pfister vor Ort ein Bild von der Situation in Staufen machen, teilte Benitz mit. Dabei werde auch die Frage der Auftragsvergabe noch einmal besprochen.
Autor: Ute Wehrle
