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02. Juli 2009
"Ratlosigkeit ist offensichtlich"
Riss-Geschädigte sind besorgt
STAUFEN (BZ). In einem Schreiben an Bürgermeister Michael Benitz und den Gemeinderat, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, an die Landtagsabgeordneten Gundolf Fleischer, Christoph Bayer und Bärbl Mielich und Bundestagsabgeordnete Marion Caspers-Merk äußert die Interessengemeinschaft der Riss-Geschädigten (IGR) ihre große Besorgnis über die andauernden Hebungsrisse in Staufen.
"Die Schäden nehmen unvermindert zu, weitere Abstützungsmaßnahmen und Sicherungen an Gebäuden sind erforderlich", informiert die Interessensgemeinschaft die Politiker. Ernüchternd sei das ermittelte Hebungspotenzial, das mit mehreren Metern angegeben werde. Die um 30 Grad von der Vertikalen abweichende Neigung der Erdwärmesondenbohrung erschwerten bisher angedachte technische Lösungen. "Die Ratlosigkeit ist offensichtlich."
Aufgrund der schleichenden Katastrophe appelliert die IGR an die politisch Verantwortlichen, den Folgen der Hebungsrisse höchste Priorität einzuräumen, über die Landesgrenzen hinaus bei hoch spezialisierten Firmen aus Bergbau und Bohrtechnik Hilfe und Fachkompetenz offensiv anzufragen und bei Ingenieuren, ihren Verbänden und Ingenieurkammern für deren Mitwirken zu werben.
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Wohl wissend um die zunehmend emotionale und psychische Belastung der Betroffenen will die IGR weiterhin den Verlauf des Geschehens aus der Nähe verfolgen, relevante Anliegen der Geschädigten vertreten und kommentieren. So haben in der jüngsten Versammlung der Geschädigten hochrangige Experten die juristischen Fragen rund um die Hebungsschäden erörtert. "Die Vertreter der Geschädigten sind bemüht, zusammen mit der Stadt einen gemeinsamen Lösungsweg zu suchen", betont die IGR.
Autor: bz
