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15. Oktober 2013

Schlüsselübergabe für die neue Belchenhalle

Die sanierte Belchenhalle in Staufen wird der Öffentlichkeit übergeben.

  1. Ein Schlüssel und elf Buchstaben: Die Architekten Florian Technau (links) und Daniel Hin (Mitte) spendierten der Halle einen neuen Schriftzug an der Ostfassade – zur Freude von Bürgermeister Benitz. Foto: Rainer Ruther

STAUFEN. Punkt 15.15 Uhr war es soweit: Aus der Hand der Architekten konnte Bürgermeister Michael Benitz am Sonntag den Schlüssel für die neue Belchenhalle entgegen nehmen. Für knapp drei Millionen Euro ist in rund einjähriger Bauzeit ein Ort für Sportveranstaltungen, aber auch größere Events entstanden.

Der allerletzte Schliff fehlte noch: Der neue Teppich liegt noch nicht in der Halle, die Parkplätze am Krichelnweg sind noch nicht fertig, einige lose Elektrokabel hängen herum, und der Behindertenaufzug muss noch geliefert werden. Aber ansonsten konnte Michael Benitz bei einer Feierstunde die frisch sanierte und umgebaute neue Staufener Mehrzweckhalle komplett übernehmen.

Jetzt dürfen also auch offiziell Narren, Musiker und andere Künstler die Halle für größere Auftritte nutzen. Denn ursprünglich war sie nur als Sporthalle konzipiert; für andere Veranstaltungen öffnete sie sich immer stärker deshalb, weil sich Staufen in Zeiten der Rissekrise kein teures Bürgerhaus leisten konnte und wollte. Handlungsdruck für die Stadt entstand zusätzlich durch den verheerenden Brand in der Caritas-Werkstatt in Titisee-Neustadt – denn der Landkreis teilte der Verwaltung mit, die Halle genüge nicht mehr den verschärften Brandschutzvorschriften für Publikumsveranstaltungen.

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"Was wir heute übergeben, ist ein guter Kompromiss und eine gute Lösung", sagte der Bürgermeister in seiner Ansprache. Eine Planungsgruppe hatte seit der Entscheidung zum Ausbau der Belchenhalle der Stadt beratend zur Seite gestanden, darin fanden sich Vertreter der Sportvereine, der Schulen, des Zirkus Faustino und der Narrenzunft. Alle Wünsche zu befriedigen, sei nicht möglich gewesen; und auch das gesteckte Kostenziel von zwei Millionen Euro sei "wegen einiger Überraschungen" nicht einzuhalten gewesen. Dazu zählte auch ein Abwasserkanal unter der Halle, der wegen seines baufälligen Zustands komplett saniert werden musste. So beträgt die Endrechnung knapp drei Millionen Euro, wovon knapp die Hälfte aus Fördermitteln von Bund, Land und Badischem Sportbund stammten. Ihnen allen gebühre großer Dank für die Unterstützung, sagte Michael Benitz.

Die erste offizielle Bewährungsprobe soll die Halle beim Partnerschaftsfest mit Bonneville bestehen, Ende des Monats lädt die Stadt zum Seniorennachmittag – doch schon am Sonntag wollten mehrere hundert Gäste die neue Halle sehen. Bis zu 700 Gäste, vielleicht sogar einige mehr werden künftig bei Veranstaltungen Platz haben. Und auch die anliegenden Schulen werden jetzt wieder von der Halle Besitz ergreifen, denn hauptsächlich für sie und die vielen Sportvereine wurde in Duschen und Umkleideräume, in einen neuen Prallschutz und in die Heizung und Lüftung investiert.

Nach dem kirchlichen Segen kam dann der große Moment: Die Architekten Florian Technau und Daniel Hin übergaben die Halle offiziell an die Stadt. Und dabei hatte Florian Technau in seiner Ansprache auch noch einen Trost und ein Lob für Staufen parat: Hier sei ein nachhaltiger Bau entstanden, nicht nur wegen der Energiesanierung und der Fassade aus einheimischen Hölzern: "Nachhaltig bauen heißt auch, auf den Bau einer neuen Halle zu verzichten und das Bestehende vernünftig zu sanieren."

Autor: Rainer Ruther