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28. März 2011 10:49 Uhr

Landtagswahl

Freiburg bleibt die grünste Stadt im Land

Baden-Württemberg ist grüner geworden – doch nirgendwo ist es so grün wie in Freiburg: Im Stadtgebiet holte die Ökopartei bei der Landtagswahl satte 43 Prozent – das ist das beste Städte-Ergebnis im ganzen Land.

Freiburg liegt im Grünen-Städteranking vor Tübingen, wo die Umweltpartei mit 40,8 Prozent ebenfalls die 40-Prozent-Marke knackte. In Stuttgart wurden die Grünen mit 34,5 Prozent der Stimmen ebenfalls stärkste Partei. In Heidelberg schafften sie 36,7 Prozent und in Konstanz 36,4 Prozent. Schwächer hat die künftige Ministerpräsidentenpartei in den badischen Großstädten Karlsruhe (30,2 %) und Mannheim (26,0 %) abgeschnitten. In Mannheim kamen die Grünen sogar nur auf Platz 3 hinter SPD und CDU ins Ziel.
Einen Rekord hat Freiburg aber verloren. Das beste Wahlkreis-Ergebnis aller grünen Kandidaten holte die Landeshauptstadt: Hier hat Muhterem Aras im Wahlkreis Stuttgart I 42,5 Prozent erreicht. Auf Platz 2 liegt Edith Sitzmann mit dem Wahlkreis Freiburg II, wo die Grünen 39,9 Prozent der Stimmen einfuhren. Vor fünf Jahren war Edith Sitzmann die Stimmenkönigin der Grünen gewesen.

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Bei der CDU ist die Lage gerade andersherum als bei den Grünen. In keiner anderen Großstadt im Land hat die Langzeit-Regierungspartei so schlecht abgeschnitten wie in Freiburg, wo im Stadtgebiet nur 21,5 Prozent zusammenkamen. In Stuttgart erreichte die CDU immerhin 31,5 Prozent, in Karlsruhe 30,7 Prozent und in Mannheim 27,9 Prozent.
Auch in den Grünen-Hochburgen Heidelberg und Tübingen konnten sich die Schwarzen mit 28,0 und 23,2 Prozent besser behaupten als in Freiburg. Logische Folge: In beiden Wahlkreisen der Stadt (plus Umlandanteil) haben die Grünen der CDU und ihren Kandidaten Klaus Schüle und Bernhard Schätzle das Direktmandat abgejagt.

Das Freiburger Stadtergebnis ist auch aus einem anderen Grund bemerkenswert: Es ist das erste Mal seit 1980, dass eine Partei in der Stadt bei einer Landtagswahl über 40 Prozent der Stimmen holt. Zuletzt hatte dies vor 31 Jahren die CDU unter ihrem Ministerpräsidenten Lothar Späth mit 41 Prozent geschafft.
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Autor: Joachim Röderer