HINTERGRUND

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Do, 24. Mai 2018

Südwest

Sich begegnen – egal wie und wo

Erstmals trafen sich 1999 in Paris bewusst Menschen in ihren Stadtteilen, um die Anonymität aufzubrechen und gemeinsam ein Fest der Nachbarn zu feiern. Die Idee fand im folgenden Jahr frankreichweit Nachahmer, die Feste erfreuten sich einer großen Beliebtheit. Im Jahr 2004 griff der Europäsche Rat die Idee auf und rief den "Europäische Tag der Nachbarschaft" aus. Seither ist der letzte Freitag im Mai im Kalender fest vorgemerkt, Nachbarschaftsfeste gibt es unterdessen in 36 europäischen Ländern. Im vergangenen Jahr haben sich nach Angaben der Initiatoren 30 Millionen Menschen in Europa an den Aktionen beteiligt.

 In Deutschland wirbt die Stiftung nebenan.de für den Tag der Nachbarn am 25. Mai – Veranstalter sind die Menschen selbst, inklusive ihrer Nachbarn. Was sie auf die Beine stellen, ist ihre Sache: Ob Hocks, Straßenfeste, Grillabende oder Spielnachmittage, ob gemeinsames Beten, Wandern, Sport treiben oder im Liegestuhl liegen, alles ist erlaubt. Aktiv werden können Hausgemeinschaften ebenso wie ganze Quartiere, Vereine, Belegschaften oder Kirchengemeinden. Das Was ist Nebensache, es kommt nur darauf an, dass sich Nachbarn begegnen. Inspiration gibt es auf der Webseite der Stiftung, dort kann, wer will, seine Aktion auch melden. Unterstützt wird der Nachbarschaftstag unter anderem vom Städtetag, dem Familienministerium, der Fernsehlotterie und der Diakonie.