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27. Februar 2014

Teilhabe statt nur Fürsorge

Konzept für Behinderte steht.

Freiburg hat einen Zehnjahresplan, wie Behinderte besser versorgt werden und am Leben teilhaben können. Der Gemeinderat hat am Dienstag die Verwaltung einstimmig beauftragt, ihre Handlungsempfehlungen umzusetzen. Sie sollen 1000 Freiburgern mit geistigen oder körperlichen Behinderungen helfen.

Die meisten seien durch Unfall oder Krankheit behindert, sagte Grünen-Stadträtin Pia Federer. Mit dem Plan mache sich Freiburg "auf den Weg von Fürsorge zu modernem Teilhaberecht". Lob gab’s auch von Martin Kotterer (CDU), Karin Seebacher (SPD) merkte an, dass die Stadt damit Weichen für das Angebot stelle. Lothar Schuchmann (Unabhängige Listen) forderte, regional zu denken, um Angebot und Finanzen gerecht zu werden. 30,5 Millionen Euro Eingliederungshilfe zahlte die Stadt 2013. Als der Kinderarzt über Entwicklungsverzögerung, Frühförderung und Zerebralparese sprach, dauerte die Sitzung bereits viereinhalb Stunden. OB Dieter Salomon hatte die Augen zu, öffnete sie aber wieder als die behinderte Anke Dallmann übernahm: "Es geht um Lebenswege und Entscheidungen!" Die Freie Wählerin plädierte, die Dinge vernetzt zu sehen. Im Teilhabeplan sei Inklusion schon mitgedacht. "Die Verwaltung hat’s verstanden, zumindest ein Teil."

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Autor: sh