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29. November 2016

Für komplette DNA-Analyse

Teninger CDU und Peter Weiß.

TENINGEN/KREIS EMMENDINGEN (BZ). Bei Kapitalverbrechen wie den Frauenmorden in Endingen und Freiburg soll es nach Auffassung des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß künftig möglich sein, alle Informationen aus einer DNA-Analyse für die Fahndung nutzbar zu machen; zusammen mit seinem Bundestagskollegen Armin Schuster hat Weiß eine entsprechende Gesetzesänderung angeregt. Der Hintergrund: Bislang ist es nur erlaubt, das Geschlecht aus der DNA zu ermitteln und die Identität der Person abzugleichen. Weitere Anwendungen, die laut Weiß bis zur Anfertigung eines Phantombildes reichen könnten, sind wegen der Datenschutzregeln bislang nicht erlaubt, so Weiß in einer Pressemitteilung.

Den Wunsch nach einer kompletten DNA-Auswertung hatte auch die Teninger CDU an Weiß herangetragen. In ihrer Pressemitteilung wies sie darauf hin, dass wissenschaftliche DNA-Auswertungen Aussagen machen könnten über Augenfarbe, Haarfarbe, Herkunftsregion und Körpergröße – aber das ist eben in Deutschland verboten. "Hier geht offensichtlich Täterschutz über Opferschutz und Aufklärung", so die Teninger CDU weiter. Es dürfe nicht sein, dass Mörder und Sexualverbrecher von der Feigheit der Politik und angeblichem Datenschutz profitierten.

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Autor: bz