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11. Januar 2010 17:56 Uhr

Ehrungsmarathon in Teningen

Viele engagieren sich im Ehrenamt

Der Neujahrsempfang in Teningen ist immer auch Gelegenheit, Mitbürger zu ehren, die sich durch besonderes Engagement in Vereinen oder durch besondere Leistungen auszeichnen.

  1. „Gold“ aus der Hand von Bürgermeister Hagenacker (mit Amtskette) gab’s für diese Teninger Foto: Karlernst Lauffer

  2. Sie erhielten die silberne Ehrennadel der Gemeinde. Foto: Karlernst Lauffer

  3. An Daniel Fischer übergab Bürgermeister Hagenacker die Landesehrennadel. Foto: Karlernst Lauffer

  4. Stephanie Gasser überzeugte mit ihrem Lloyd Webber Song "Don't cry for me Argentina". Foto: Karlernst Lauffer

  5. Andrang herrschte in der Halle beim Neujahrsempfang der Gemeinde Teningen. Foto: Karlernst Lauffer

TENINGEN. Beim Neujahrsempfangs ehrte Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker verdiente Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, mit Medaillen der Gemeinde. Ausgezeichnet wurden auch junge und ältere Mitbürger für besondere Leistungen, die im Interesse der Gemeinschaft oder bei überregionalen Wettbewerbe erbracht wurden.

Sieben Mal gab es die Goldene Ehrennadel: Eugen Gasser gehörte 25 Jahre dem Gemeinderat an. Der langjährige Fraktionssprecher der CDU hat die silberne Ehrennadel des Gemeindetages und seit 1991 die Landesehrennadel für seine Verdienste um den Kleintierzuchtverein Teningen, dessen Vorsitzender er war. Hans-Bernhard Kradepohl war von 1971 bis Februar 2006 Mitglied des Gemeinderats und vom Februar 1990 bis Oktober 2009 Ortsvorsteher von Heimbach. Er besitzt die silberne und goldene Ehrennadel des Gemeindetags. Er stand dem VdK vor, ist stellvertretender Vorsitzender des Geschichtsvereins sowie aktives Mitglied der SPD sowie "eine Ewigkeit" Sänger im Liederkranz Heimbach. Werner Peter war 29 Jahre lang Mitglied des Gemeinderats, wofür er bereits Gold und Silber des Gemeindetags erhielt, und stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. Gisela Ramadan war 25 Jahre Gemeinderätin, davon 19 Jahre als Fraktionssprecherin. Sie engagierte sich auch in der AWO und im Förderverein des Seniorenpflegeheims. Werner Schulz ist Vorsitzender des Bürgervereins Heimbach. Seit 1975 gehörte er dem Vorstand des Musikvereins an, von 1978 bis 2003 als Vorsitzender. Zahlreiche Festschriften hat er in dieser Zeit erstellt und viele Veranstaltungen organisiert. Mit der Gemeindemedaille in Gold wurde seine Arbeit im Rahmen der 1250 Jahrfeier von Heimbach gewürdigt. Er dankte auch abschließend im Namen naller Geehrten.

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Ortwin Vollmer, seit 35 Jahren ehrenamtlich tätig, hat sich um Ausbau und Organisation von vielen Veranstaltungen des Rebay-Hauses verdient gemacht und wirkte lange Jahre im SPD-Vorstand. Als Kreisnaturschutzbeauftragter kümmert er sich um Biotoppflege und war ab 1980 16 Jahre lang Gemeinderat. Kurt Weiler gehört seit 1951 in verschiedensten Funktionen dem TV Köndringen an, sei es als Feldhandballspieler oder als Gründungsmitglied der Fußballabteilung. Ab 1964 war er stellvertretender Abteilungsleiter, von 1976 bis 1994 Vorsitzender. Sportplatzanlage und Vereinsheim wurden in seiner Zeit gebaut.

"Silber" für viel Arbeit in den Vereinen

Fünf Silbermedaillen wurden vergeben: Bernhard Bührer wurde ausgezeichnet für sein Amt als Rechner bei der Winzerkapelle (1984 bis 2008). Als die 100-Jahr-Feier anstand, waren Überstunden statt Freizeit angesagt – ebenso bei der Abrechnung der Konzertreise nach Brasilien oder dem Baus des Vereinsheims, an dem er zudem als Handwerker tätig war. Werner Kunkler ist wohl der Prototyp des Heimbacher Vereinsaktivisten. Seine Leistung als Hauptorganisator bei der 1250-Jahrfeier ist die sichtbare Krone seiner unermüdlichen Tätigkeit. Mit 21 Jahren fing er als Jugendtrainer beim FV Heimbach an, später war er 13 Jahre und zehn Jahre Vorsitzender . Nun ist er Geschäftsführer, gehört seit 1980 dem Ortschaftschaftsrat an und ist seit 1999 Fraktionssprecher der SPD.

Manfred Scherble war Gründungsmitglied des Fördervereins Jugendtreff. 1978 förderte er den Wiederaufbau des Jugendhauses, war bei der Gründung der Bürgerinitiative Natur- und Umweltschutz dabei, deren Kasse er noch betreut, engagierte sich bei der Gründung eines Museumsvereins und leitete den Kulturverein 25 Jahre lang . Gisela Vollmer gründete 1974 einen privaten Kindergarten, drei Jahre später die Gruppe 77, die sie mehrfach leitete. Seit Gründung des Partnerschaftskomitees ist sie Mitglied und begleitete Deutsch-Kurse in La Ravoire. Sie ist Mitbegründerin des Vereins zur Unterstützung psychisch kranker Menschen, deren Vorsitzende sie selbst schon war, arbeitet im Frauennetzwerk mit, wirkt seit sechs Jahren als Betreuerin im Rebay-Haus und engagiert sich im Seniorenmosaik und im Förderverein des Seniorenpflegeheims als stellvertretende Vorsitzende.

Bruno Waizmann hat sich um die Winzerkapelle Köndringen in den vergangenen zehn Jahren sehr verdient gemacht. Hier hat er "eine in ganz Deutschland einzigartige Vielfalt an musikalischen Bildungsangeboten aufgebaut" mit Angeboten vom Baby- bis in hohe Alter. Waizmann war auch Triebfeder für eine Zusammenarbeit mit der Grund- und Hauptschule Köndringen. Er hat bei der Einrichtung des Sound-Studios entscheidenden Anteil, in dem Zwölf- bis Sechszehnjährige PC-Musik bearbeiten.

Die Ehrennadel des Landes erhielt Daniel Fischer für seine Aktivität im Namen der Heimbacher Fasnet. Mit seinen Geschwistern trat er als Kapelle auf – unentgeltlich. Seit 1981 gehört er dem Elferrat der Heimbacher Waldteufel an, seit 20 Jahren als Präsident und ist als aktiver Narr - Bänkelsänger oder Gallenbach-Jodler - zum Publikumsmagnet geworden. Auch gründete er die Kapelle "Spätzünder", deren Konzerterlöse für wohltätige Zwecke gespendet werden.

Weitere Auszeichnungen Für besondere Leistungen

Josef Bär wirkte bei der Gründung der Landjugend ebenso mit wie bei der des Katholischen Bildungswerkes, das er 25 Jahre leitete, ebenso zehn Jahre den Kinderchor, er hat bei der Errichtung des Mahnmals der katholischen Kirche mitgewirkt und sich beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" engagiert genauso wie im Geschichtsvereins. Friedrich Birmele entsorgt als Rentner ohne Entgelt den Müll rund um das Sportzentrum in Teningen und an den dazugehörigen Parkplätzen entsorgt. Ausgezeichnet wurden auch Raumausstatter-Bundessiegerin Julia Andris und Laura Trautmann, Schülerin des Jahres.

Autor: Karlernst Lauffer