25-facher Dank an engagierte Menschen

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Mo, 19. Februar 2018

Titisee-Neustadt

Lions Club würdigt mit finanzieller Unterstützung gemeinnützig tätige Vereine, die durch ihre Arbeit "etwas Wertvolles für die Gesellschaft einbringen".

TITISEE-NEUSTADT. 25 Mal brandete Applaus auf im Münstersaal der Pfarrei St. Jakobus. 25-fach Anerkennung und Dank für Menschen, die sich in ihren Vereinen und Gruppen gemeinnützig einsetzen und damit "etwas Wertvolles für die Gesellschaft einbringen", wie sich Andreas Hofmeier vom Lions Club Hochschwarzwald am Freitagabend ausdrückte. 25 Mal nahmen Männer und Frauen als Vertreter dieser Organisationen mit der kleinen Urkunde symbolisch 550 Euro entgegen, die die Lions aus der Adventskalenderaktion 2017 ausgeschüttet hatten.

Da alle 3495 Kalender schon lange vor dem offiziellen Verkaufsschluss abgegriffen waren, konnte der Gesamterlös von 13 200 Euro ausgeschüttet werden, das war mehr als vorgesehen.

Wer jetzt überlegt, hoppla, der Advent hat nur 24 Tage, kennt sich aus im Kalender. Denn der 25. Beifall galt einem Sonderpreis. 1000 Euro aus einem Extratopf des Clubs gingen an den etwas anderen Verein. Denn das Schanzenteam um Joachim Häfker und Matthias Schlegel ist streng genommen nur eine Interessensgemeinschaft von Leuten, die, wenn es an der Zeit ist, ackern, ohne auf die Uhr zu schauen, die für die gemeinsame Sache Urlaub drangeben, Wochenenden sausen lassen und der Familie, wenn man es so will, viel Freiraum für Freizeitgestaltung einräumen. Sie selbst werden ja gebraucht an der Schanze, damit Neustadts Skisprung-Weltcup zur Visitenkarte für die Stadt und die Region wird.

Man könne über Kosten und Nutzen der Veranstaltung gewiss diskutieren, sagte Lion Andreas Hofmeier. Unbestritten sei aber, dass sich Bürger in stattlicher Anzahl für das Gemeinwohl einsetzen. Und was die Helfer am 10. Dezember schafften, als Dauerregen den Schnee von der Schanze zu waschen drohte, dass nämlich die Anlage trotzdem bereit war für die Skispringer, nannte Hofmeier eine bemerkenswerte Energieleistung. Gemeinsam mit Lions-Präsidentin Birgit Hermann übergab er Joachim Häfker ein gerahmtes Foto, das dokumentiert, wie viele Helfer an jenem Sonntag Regen und Sturm trotzten. Häfer räumte ein, es sei der "heißeste Tag" gewesen in den 17 Jahren, die es den Weltcup gibt.

Die neue Regelung als Chance für die kleineren Vereine

Vertreter aller Vereine waren der Einladung in den Münstersaal gefolgt. Ungefähr 80 hatten sich beworben, 24 davon wurden ausgelost. Hatte in den Vorjahren stets eine Jury die nach ihrer Einschätzung würdigsten Engagements ausgewählt, platziert und dotiert, hatte der Club diesmal die Regeln geändert. Dahinter stand die Absicht, dass "auch die kleinen und ganz kleinen Vereine" berücksichtigt werden sollten. Alle diese Vereinigungen wurden in der Badischen Zeitung als Gewinner bekanntgegeben und gleich in einem Porträt vorgestellt. Wie gut die Aktion ankam, zeigte sich bei der Übergabe. Super sei sie, lobte ein Vereinsvertreter. Der Förderverein Freibad Friedenweiler nutzte den Dank, um die ganze Runde herzlich ins Freibad einzuladen – im Sommer, darf angenommen werden. Wie wichtig derlei Unterstützung ist, machte Wilhelm Kucharz vom Flüchtlingshelferkreis deutlich: Das Geld sei schon ausgegeben, und zwar nützlich angelegt für Deutschkurse für Flüchtlinge, die eine Arbeit gefunden haben oder in Kürze aufnehmen werden.

Hofmeier nutzte die Gelegenheit und dankte dem Team seines Clubs, das die Aktion organisiert und ausgerichtet hatte, und vergaß nicht die Gönner, die dafür gesorgt hatten, dass die Käufer der Kalender Tag für Tag die Chance auf den Gewinn eines Sachpreises hatten: mindestens drei täglich, manchmal aber auch acht.