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13. April 2011

Ganz sagenhafte Aussichten auf die Spiele zum Jubiläum

Jostäler Freilichtspiele: Autor Wulf Schmidt und Regisseurin Barbara Riesle haben den Beteiligten das neue Stück mit dem Titel "Der Untergang von Guta" erläutert.

  1. Die Spielleitung der Jostäler Freilichtspiele 2011 (von links): Rosel Kaltenbach, Wulf Schmidt (Autor), Barbara Riesle (Regie), Manfred Kleiser, Johann Ketterer (Geschäftsführer), Monika Ketterer (Souffleuse) Foto: Antje Walter

TITISEE-NEUSTADT. Allen Chormitgliedern, Spielern und Helfern der Jostäler Freilichtspiele 2011 ist im Restaurant Bergsee in Titisee das neue Theaterstück "Der Untergang von Guta" vorgestellt worden, das im Sommer anlässlich der 900-Jahr-Feier von Titisee – erste urkundliche Erwähnung anno 1111 – bei der Oehlermühle aufgeführt wird.

Manfred Kleiser, der Vorsitzende des Männergesangvereins Eckbach-Jostal, eröffnete den Abend mit der Begrüßung aller Anwesenden und der kurzen Darstellung der neuen Rahmenbedingungen durch die Verlegung des Spielorts an die Oehlermühle in Jostal.

Dann übernahm Autor Wulf Schmidt die Erläuterungen zu seinem Werk. Er erörterte, dass es sich diesmal eben nicht um eine in einer bestimmten Epoche fest verankerte Begebenheit handelt, sondern um die Darstellung eines Theaterstücks, das in einer sagen- und märchenhaften Welt spielt. Ganz genau führte er aus, an welche Sagen rund um den Titisee er die einzelnen Gestalten und Begebenheiten angelehnt hat und wie sie im Bezug zueinander stehen. Er wusste viel über den alten Eichenwald am Silberberg zu erzählen und die Urseehexe, die den Ablauf des Titisees mit einem Tuch verstopft haben soll. Auch das nahegelegene Moor, dem er in Anlehnung an die Herkunft des Namens "Titi"-see die Bezeichnung Düttelemoor gab, wird in das Spielgeschehen eingebaut. So werden – nur so viel sei bereits heute verraten – urige, elementare Geister auftreten, hochmütige und eingebildete Bürger mitspielen und viel Volk mit von der Partie sein.

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Anschließend veranschaulichte Barbara Riesle als Regisseurin einige Details der Aufführung. Mit viel Enthusiasmus führte sie allen Zuhörern vor Augen, wie sie sich die Kostüme vorstellt und dabei besonderes Augenmerk auf eine große Marktszene legt, für die sie um federführende Übernahme kleiner Bereiche bat. Die Angesprochenen übernahmen die ihnen anvertrauten Aufgaben gerne und gingen sofort in regen Gesprächen an die Ideensammlung und Ausarbeitung.

Wenn so viele Menschen mit Begeisterung für das Schauspiel sich unter einem Hut finden, dem der Jostäler Freilichtspiele, dann kann man zu Recht gespannt sein auf die Aufführungen eines sagenhaften Stückes!

Es dürfte also spannend werden wenn, wie geplant, Mitte Mai die ersten Proben an Ort und Stelle stattfinden. Bis dahin wird weiter wöchentlich im alten Schulhaus im Jostal geprobt.

Aufführungstermine sind samstags und sonntags, und zwar 23./24 und 30./31. Juli sowie 6./7. und 13./14. August. Die Verantwortlichen richten sich wieder auf rund 700 Zuschauer je Vorstellung ein.

Autor: Antje Walter