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22. Februar 2011 18:14 Uhr

Rekord

Tourismus-Bilanz: Freiburg bei Gästen so beliebt wie noch nie

Schweizer, Italiener, Niederländer: Freiburg liegt bei Touristen so hoch im Kurs wie noch nie. 1,29 Millionen Übernachtungen wurden 2010 gezählt – das ist ein neuer Rekord.

  1. Bei Touristen ist Freiburg so beliebt wie noch nie. Foto: Michael Bamberger

Der Wert überbietet das Ergebnis des Jahres 2009 noch einmal um 2,7 Prozent. Bei den Auslandsbesuchern hat Freiburg um 3,6 Prozent zulegen können. Die stärkste Besuchergruppe stellen die Schweizer vor den Italienern und Niederländern. Künftig will sich Freiburg noch mehr beim trinationalen Touristikprojekt "Oberrheingraben" einbringen.

"Wir sind ausgesprochen zufrieden", sagte Bernd Dallmann, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM), als er am Dienstag die Bilanz für 2010 vorstellte. 942 000 – und damit rund 75 Prozent aller gemeldeten Übernachtungen in Freiburg – entfielen auf die Hotellerie. Die Hotels legten insgesamt bei den Übernachtungen um 5,6 Prozent zu, bei Auslandsgästen sogar um 7,2 Prozent.

Freiburg liegt über dem Landesschnitt

Den größten Zuwachs bei den Auslandsgästen gab’s bei den Touristen aus Russland (plus 19,6 Prozent) und Großbritannien (plus 10,2). Die Zahl der Besucher aus China stieg sogar um ein Drittel. Dafür musste Freiburg bei den Gästen aus den USA wegen der schlechten Wirtschaftslage dort ein Minus von 15 Prozent notieren. Freiburg profitiert auch vom Fachtourismus in Sachen Umwelt mit 25 000 Besuchern und vom Gesundheitstourismus – was der Zuwachs an russischen Gästen zeige.

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Das Freiburger Gesamtplus bei den Übernachtungen von 2,7 Prozent liegt knapp über Landesschnitt (+ 2,6 %). Deutlich mehr zugelegt haben nach Krisenjahren die Landeshauptstadt Stuttgart (+ 7,7 Prozent) und vor allem Heidelberg (+10,5 Prozent). Im Direktvergleich der absoluten Zahlen liegt Freiburg mit seinen 1,29 Millionen Übernachtungen weiter deutlich vor dem Dauerkonkurrenten Heidelberg (1,02 Millionen) und auch vor Basel (1,07 Millionen).

Freiburg wirbt mit der Marke Green City

Für den FTWM-Geschäftsführer war 2010 mit Blick auf die internationale und nationale Präsenz der Green City eines der erfolgreichsten Jahre überhaupt. Dallmann nannte als Beispiele die Expo in Schanghai, den deutsch-französischen Gipfel, den Besuch des Bundespräsidenten, die Tagung der Bischofskonferenz oder den grünen Bundesparteitag. Und im September 2011 steht Freiburg dann sogar ein "Jahrtausendereignis" (Dallmann) ins Haus: Der Besuch von Papst Benedikt XVI. soll nachhaltig wirken und Freiburgs Bekanntheitsgrad draußen in der weiten Welt noch einmal erhöhen.

Freiburg will weiter für sich als Green City werben und versteht sich nach wie vor als Hauptstadt des Schwarzwalds, der eine attraktive Marke sei. Aber Dallmann und die FWTM wollen verstärkt auch auf die trinationale Oberrheinregion setzen, die als Tourismus-Projekt den sperrigen Namen "Upper Rhine Valley" trägt. Das Oberrheingebiet (heute 17 Millionen Gäste-Übernachtungen) soll mit Blick auf die Märkte in Übersee langfristig gleichrangig neben den bekannten Tourismusregionen Südtirol (18,5 Millionen Übernachtungen) und der Toskana (19,7 Millionen) platziert werden.

TOURISMUS IN ZAHLEN
Auslandsgäste in Freiburg– die Top Ten 2010: 1. Schweiz (56335 Übernachtungen/ + 5 Prozent gegenüber 2009); 2. Italien (40 155/ -0,5 %); 3. Niederlande (39 188/-0,4%); 4.Frankreich (36358/ +4,7 %); 5. Spanien (27998/ +3,1 %); 6. USA 26642/ -15,4%); 7. Großbritannien (20091/ +10,2%); 8. Russland (13613/ +19,6 %); 9. Österreich (9057/+0,2 %); 10. Japan (8637/ -16,2 %).

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Autor: Joachim Röderer