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21. Juli 2010
Von wegen schwierig, langweilig und nicht lukrativ
VDE, Duale Hochschule und phaenovum werben mit der Summer University zum zehnten Mal für technische Berufe.
LÖRRACH. "Junge Menschen schmerzfrei mit Technik in Berührung bringen und dafür begeistern": So beschreibt Professor Axel Sikora das Ziel der Summer University der Dualen Hochschule, die der Leiter des Studiengangs Informationstechnik vom 6. bis 9. September zum zehnten Mal in Lörrach organisiert; Kooperationspartner sind der VDE Südbaden und das Schülerforschungszentrum phaenovum. Für die vier Tage hat Sikora ein abwechslungsreiches Bündel programmiert, das Schülerinnen und Schülern der Klasse neun auf unterhaltsame Weise Informationen vermitteln will.
Die Summer University, die der VDE Südbaden unter dem Motto "Der richtige Start in die technische Karriere" auch in Furtwangen, Offenburg und Konstanz veranstaltet, bietet in Lörrach rund 30 Teilnehmern Studienberatung, erklärt beispielsweise, wie sich der Bolognaprozess auf die Ingenieursberufe auswirkt, gibt Tipps für die Bewerbung, gewährt in Einführungsvorlesungen einen Einblick in das Leben an der Hochschule, vertieft das dort erworbene Wissen in praktischen Übungen – so werden Roboter entworfen, gebaut und programmiert – und vermittelt schließlich das Berufsbild am praktischen Beispiel: Ingenieure berichten aus ihrem Arbeitsalltag.
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Darüber geisterten in den Köpfen vieler Schülern und Eltern immer noch falsche Vorstellungen herum, klagt Sikora. Techniker sitzen entgegen landläufigen Vorurteilen keineswegs den ganzen Tag allein vor dem Computer. Vielmehr sind sie in den Unternehmen eingebunden in Teams, haben Kontakt zu den Kunden und beteiligen sich an der Entwicklung von Produkten. Technische Berufe, so ist Sikora auch angesichts der demografischen Entwicklung überzeugt, haben nachhaltig eine gute Zukunft für junge Menschen, sofern sie die entsprechende Neigung mitbringen. Unternehmen beklagten einen Mangel an qualifiziertem Nachwuchs. Seit Anfang der 90er Jahre habe sich die Zahl der Technikstudenten, die an der DHBW in Lörrach mit 550 rund ein Drittel der 1700 Studenten ausmachen, halbiert.
Ein bisschen diesem Trend entgegenwirken will seit 2001 auch die Summer University. Und sie tut das mit einigem Erfolg. Die jährlichen Schnuppertage, für die 400 Flyer an die Schulen gingen, werden nachgefragt; für 2010 sind die Hälfte der 30 Plätze schon belegt. Und manch ein Teilnehmer der Vergangenheit, so berichtet, habe sich tatsächlich für einen technischen Studiengang entschieden.
Autor: Daniel Gramespacher
