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15. Februar 2014

Den Zipfeln ging’s noch nie so gut

Besucher des ersten Zunftabends 2014 erlebten eine mitreißende Fasnachtsshow mit vielen Weiler Themen.

  1. Prächtig war auch die Stimmung im Saal. Foto: Jochen Fillisch

  2. Ohne Äpp bist du der Depp! Foto: Jochen Fillisch

  3. Auch eine Abordnung der „Wilden 13“ und Herr Ärmel waren auf Lummerlands „Partner-Insel“ gekommen. Foto: Jochen Fillisch

  4. Jetzt heben die Zipfel endgültig ab! Foto: Jochen Fillisch

  5. Jim Knopf und Lukas Foto: Jochen Fillisch

WEIL AM RHEIN. Da hat er im BZ-Interview vor dem Zunftabend aber etwas tiefgestapelt, der Herr Oberzunftmeister! Von wegen, keine kommunalpolitischen Themen! In dem vierstündigen Programm, das bei der Premiere am Donnerstagabend wie im Flug verging, ging es bei mehr als der Hälfte um Themen aus der Stadt. Und die Pointen saßen.

Wahrgemacht hat Narrenchef Dietmar Fuchs tatsächlich die Ankündigung, auf das Lachefass zu verzichten. Jeweils das komplette Ensemble stand bei den einzelnen Nummern auf der Bühne. Das ging schon los, als nach der Begrüßung Verteidigungsministerin von der Leyen den Appell abnahm – schließlich tragen die Zunftmeister ja Uniform.

Wie ein roter Faden zogen sich dann die Gleise durch den Abend. Auf ihnen fuhr aber noch nicht die Tram, sondern Lok Emma, gesteuert von Jim Knopf und Lukas, die das Publikum von einer Nummer zur anderen führten – im Schlepptau die Wilde 13, Frau Waas, Herr Ärmel und König Alfons. Die Truppe von der Insel Lummerland hatte sich Weil am Rhein als "Partner-Insel" auserkoren, fuhr über die Zollfreie Straße und umwarb "Wiler" nach der Melodie von Grönemeyers "Männer".

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Ein genialer Einfall gelang den Zipfeln mit "What’s App". Vor einem überdimensionalen Smartphone sang der Handyman "Ohne Äpp bist du der Depp", drückte auf die Apps von Stadt, Bund, Weil-Aktiv oder Laguna, und schon öffnete sich ein Fenster und die Zunftmeister versprühten ein Feuerwerk von Pointen – in knapper Form, wenige Sätze pro App. Und dann reichte schon ein einziges Wort, gefühlvoll in den Saal gehaucht, um das Publikum in Begeisterung zu versetzen: Weihnachtsbeleuchtung!

Um die vielen Gags zu verdauen und das Zwerchfell zu beruhigen, kam die Wiibergugge Quaakdäsche mit ihrer musikalischen Einlage gerade recht, denn anschließend hielt Emma in Friedlingen: Multikulti ließen die Zunftmeister in "Untertür(c)kheim" aufleben. Dabei bewiesen sie aber, dass sie nicht nur türkische Mitbürger, Schweizer und Lörracher, sondern auch sich selbst ordentlich auf die Schippe nehmen können.

Nach der Pause forderte das Publikum eine Zugabe von der "Narrenzunft Dance-Company", doch mussten die Zunftmeister schon weiter an den Flughafenschalter, wo eine bezaubernde "miesyjet"-Mitarbeiterin auf ihre Art die seltsamsten Passagiere abfertigte.

"Sing-Sang" hieß die abschließende Nummer lapidar. Doch wer die Weiler Zipfel kennt, dem ist klar, dass sie hier noch einmal gesanglich alle Register zogen. Und wenn sie gemeinsam anstimmten "Uns goht’s jo so guet", dann galt das auch für das Publikum in der gut gefüllten Jahnhalle, das dann Gelegenheit hatte, bis in die Nacht zu den Klängen der Amedeos-Party-Band das Tanzbein zu schwingen.

Ein Fotoalbum zum Zunftabend finden Sie im Internet unter http://www.badische-zeitung.de

DIE AKTEURE

Bewusst haben wir in unserem Bericht auf die Nennung einzelner Akteure verzichtet, ist doch der Zunftabend 2014 mehr denn je eine Gemeinschaftsleistung. Zum Erfolg des Abends haben beigetragen:

Auf der Bühne Dietmar Fuchs, Peter Guggenbühler, Hans-Rudi Lienin, Hermann Schupp, Kurt Ruser, Hans-Peter Hartmann, Marcel Motz, Markus Schmieder, Ralf Merk, Hajo Leigsring, René Winzer, Patrick Voirol, Marcel Winzer und Jürgen Schaller

Musikalische Leitung Christian Olivieri, Bühnenchef Marcel Motz, Regie Hans-Peter Hartmann, Technik Klaus und Hans-Peter Kaiser, Maske Peter Hauth und Team, Kulisse Schreinerei Lienin, Bühnenbild Gottfried Schmidle, Saalaufsicht Peter Plott  

Autor: jof

Autor: Jochen Fillisch