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13. September 2017

Winzerfest ganz traditionell

Gesangverein Haltingen lädt am Sonntag wieder in die Scheunen rund um die alte Trotte ein.

  1. Haltingens Winzerfest bietet in urigem Ambiente Gemütlichkeit bei Suppenfleisch und neuem Wein. Foto: Sedlak

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN. Am Dienstagabend begannen auf dem Areal rund um die historische Trotte die Aufbauarbeiten für das 88. Haltinger Winzerfest am Sonntag, 17. September. "Wir halten am bewährten Konzept fest", kündigt Gesangvereinsvorsitzender Gustav Walliser an.

Die Haltinger Sängerinnen und Sänger waren schon bei den 1250-Jahr-Feierlichkeiten besonders gefordert. Zudem feierte der Männerchor sein 175-jähriges und der Frauenchor Cantabella sein 25-jähriges Bestehen. Trotz dieser "Feierbelastung" sei nie zur Debatte gestanden, das Winzerfest für ein Jahr auszusetzen, so Walliser. Denn: "Wo sollen wir dann unsere Einnahmen herbekommen?" Das urige Fest, das älteste seiner Art im Markgräflerland, ist also ein finanzieller Faktor für den Verein.

Den Sängerinnen und Sängern ist es aber auch eine Herzensangelegenheit, unter die Vordächer und in die Schöpfe rund um die Alte Trotte zu neuem und altem Wein, zu Suppenfleisch, Grillwürsten, Schmalz- und Speckbroten einzuladen. Ein Renner sind auch stets die selbst gebackenen Kuchen und Torten der Sängerinnen.

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Das Fest beginnt wie gewohnt um elf Uhr, eine halbe Stunde später spielt der Musikverein Haltingen zum Frühschoppen auf. Erstmals ist dabei der neue musikalische Leiter Aaron Solberg am Taktstock zu erleben. Danach lassen es sich die Haltinger Sänger auch in diesem Jahr nicht nehmen, um 14.30 und um 16 Uhr als Winzerchor mit Weisen rund um Wein, Weib und Gesang aufzutreten. Proben müsse man dafür nicht, sagt Walliser, diese Lieder, auf die sich das Publikum stets freue, gehörten schließlich zum Grundrepertoire.

Wein gibt es natürlich wieder in seiner frischen, neuen Form und in ausgereiftem Zustand zu kosten. Ausgeschenkt wird er unter anderen vom Bundestagsabgeordneten Armin Schuster und Bürgermeister Christoph Huber, beide, ebenso wie der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger Mitglieder und Förderer des Vereins, der rund 90 Freiwillige aufbietet. Um 16.30 Uhr sorgen der Eisenbahnermusikverein und die Dilettantenmusik Wollbach nochmals für Stimmung.

Autor: Herbert Frey