BEOBACHTET & GEHÖRT

Georg Ganter

Von Georg Ganter

Mi, 25. Juli 2018

Wieden

ZIMMERPLATZFEST

Pfaffenberg feiert

Vor 170 Jahren zimmerten die Pfaffenberger Vorfahren auf dem Platz oberhalb des Dorfes die Balken und Bretter für ihre neuen Dachstühle, nachdem der verheerende Brand im Jahre 1848 nahezu sämtliche Häuser zerstört hatte. Gehobelt und gezimmert wird auf dem historischen Platz nicht mehr, doch der Name Zimmerplatz hat sich bis heute gehalten. Und für die Pfaffenberger ist der schöne Platz hoch über dem Dorf auch heute noch wichtig. Dort findet alljährlich im Juli eines der beliebtesten Sommerfeste der Region statt. Leicht unterhalb des Hauptplatzes hat man vor einigen Jahren unter Linden und Buchen zwei Terrassen in den Wald eingeebnet, auf denen eine Festbühne und ein kleines Festzelt aufgebaut werden kann. Erstreckte sich das Zimmerplatzfest – in den letzten Jahren ausgerichtet vom örtlichen Gesangverein – meistens auf einen Sommerabend und eine lange Nacht, so feierten die Pfaffenberger dieses Jahr ein ganzes Wochenende. Den Samstagabend hatten wiederum die Sänger bestens vorbereitet: ein bunt ausgeleuchteter Festplatz, ein knisterndes Lagerfeuer, eine Sektbar und eine Bierschänke unter den Bäumen. Zur Unterhaltung spielte die Musikkapelle "Heiligsblechle". Am Sonntagvormittag hatten dann die Mitglieder der Feuerwehr Pfaffenberg zum Frühschoppen eingeladen. Sie nutzten die Gelegenheit, um auf dem Festplatz ihr gebraucht erworbenes Fahrzeug, ein TSF-W, vorzustellen. Kommandant Christopher Ackermann begrüßte die Gäste, darunter viele Feuerwehrleute aus den umliegenden Orten, und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die Zeit, wo man die alte Feuerwehrpumpe mit einem Traktor zum Einsatzort ziehen musste, nun auch in Pfaffenberg vorbei sei. Zum Frühschoppen begeisterte die Feuerwehrkapelle Mambach.SOMMERFEST WIEDEN

Von Blasmusik bis Punk

Unbeschwertes Feiern war am Wochenende in der Belchengemeinde Wieden angesagt. Dort hatten die Bläserinnen und Bläser der Bergmannskapelle zu ihrem zweitägigen musikalischen Sommerfest eingeladen. So standen der Samstag und der Sonntag wiederum voll im Zeichen fescher, ansprechender Blasmusik. Und auch diejenigen, die auf gute, altbewährte Rock, Pop- und Punk-Nummern setzten, wurden am Samstagabend nicht enttäuscht. Denn angesagt hatte sich die bekannte Elztäler Band "Knock out", die es bei beim überwiegend jugendlichem Publikum in der gut gefüllten Halle krachen ließ. Zuvor führte Bürgermeisterin Annette Franz, assistiert von Vorstand Jakob Dörflinger von der Bergmannskapelle, zum Start des Sommerfestes den obligatorischen Fassanstich durch. Vorsichtshalber hatte man diesen – mit Rücksicht auf das unsichere Wetter – in die Halle verlegt. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von Dirigent Hubert Behringer und seinen Musikern. Auch die Jugendkapelle unter der Führung von Simon Behringer begrüßte die gut gelaunten Festbesucher, darunter zahlreiche Urlauber und Feriengäste, mit ihren munteren Klängen. Natürlich sorgten die Gastgeber auch am zweiten Tag für ein fröhliches, gut gelauntes Festerlebnis. Da sich Petrus dieses Mal gnädig erwies, konnte am Sonntag ungezwungen unter freiem Himmel gefeiert werden. Ansprechende Blasmusik erwartete die Besucher beim musikalischen Frühschoppen am Vormittag mit dem Musikverein Istein. Große Mühen hatte sich auch das bewährte Küchenteam gemacht, das die Gäste kulinarisch verwöhnte. Abwechslung versprachen am Nachmittag auch die Auftritte der Musikkapellen aus Mauchen und aus Wies. Ein positives Fazit zum Festende zog Bergmannskapelle. Vorstandsmitglied Udo Gramespacher: "Mir sin recht z’friede, wie’s diesmol glaufe isch."