Schule in Wieden braucht Sanierung

Paul Berger

Von Paul Berger

Fr, 16. November 2018

Wieden

Die letzte Erneuerung ist 50 Jahre her / Gemeinde wünscht sich Geld vom Land / Parkplatz für Halle gekauft / Westwegverlegung.

WIEDEN. Der Gemeinderat und Bürgermeisterin Annette Franz wollen das Entwicklungskonzept Dorfmitte im Auge behalten. Auch bei der Grundschule sind Investitionen dringend nötig. Das ursprünglich geplante Ergebnis des Gemeindehaushalts für das laufende Jahr wird nicht erreicht werden.

Investitionen: Wie in der Diskussion im Gemeinderat zu hören war, sei es denkbar, einzelne Vorhaben der Dorfplatzgestaltung schrittweise zu verwirklichen. Wichtig sei es, einen barrierefreien Zugang vom neu erworbenen Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Gemeindehalle zu schaffen. Ebenfalls auf der Prioritätenliste der Gemeinde stehen dringende Renovierungsarbeiten wie neue Böden und der Schallschutz in den Schulräumen der Grundschule Wieden-Utzenfeld in Wieden. Nach Auskunft von Bürgermeisterin Annette Franz fand die letzte Renovierung zwischen den Jahren 1965 und 1968 statt. Bisher an das Regierungspräsidium gestellte Förderanträge zum Zweck der Renovierungen seien bislang aber nicht bewilligt worden. Weiterhin enthält die Liste an Investitionen für das Jahr 2019 den Bau einer Entsäuerungsanlage für die Wasserversorgung Scheuermatthof sowie die Erneuerung von zwei Feuerlösch-Hydranten im Dorf. Für dringend geboten hält Gemeinderat Martin Klingele auch Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten am Knöpflebrunnenweg sowie am Parkplatz im Ortsteil Graben. An das Thema Fernwanderstrecke Westweg im Bereich Wiedener Eck erinnerte Thomas Walleser: Da die beliebte Wanderroute teilweise über Privatgelände führt, ist an eine Teilverlegung des Weges auf kommunale Flächen vorgesehen (die BZ berichtete). Eine Lösung hierfür, so Bürgermeisterin Annette Franz, soll in Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Münstertal gefunden werden. Ganz oben auf der Wunschliste des Gemeinderats Wieden steht zudem ein neues Nutzfahrzeug, da die zwei derzeitigen Kommunalfahrzeuge schon 20 und 30 Jahre auf dem Buckel haben.

Finanzielle Situation: Das ursprünglich geplante Ergebnis des Gemeindehaushalts Wieden für das laufende Jahr 2018 wird aufgrund der prekären Situation im Gemeindewald (Sturmschäden, Borkenkäfer, Holzpreisverfall) sowie durch geringere Schlüsselzuweisungen nicht erreicht werden. Allerdings lasse sich für 2019 sagen, dass die Steuerkraft der Gemeinde steigen werde. Ein Indiz dafür sei die derzeit gute Konjunkturlage, was sich letztlich in den Schlüsselzuweisungen des Landes niederschlagen dürfte.

Jahresrechnung 2017: 2017 wurde der Wiedener Gemeindehaushalt erstmals nach dem neuen kommunalen Haushaltsrecht mit doppelter Buchführung geführt. In der Ratssitzung präsentierte Jürgen Stähle vom Schönauer Rathaus die Jahresrechnung 2017. Positiv auf das Ergebnis wirkten sich Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer von rund 33 500 Euro sowie ein Plus von 17 500 Euro bei der Einkommenssteuer aus. Entlastungen brachte die Verminderung der Verbandsumlage um knapp 10 000 Euro. Für Mehrausgaben sorgte eine Reparatur von nahezu 11 000 Euro für den Gemeinde-Unimog sowie Personalkosten im Kindergarten, die teilweise mit der Altersteilzeit verbunden seien. Damit konnte die Gemeinde knapp sechs Prozent bei den Aufwendungen einsparen. Das Gesamtvermögen der Gemeinde beläuft sich auf 16,2 Millionen Euro.