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24. Dezember 2010

Ackermann: Bald wieder 25 Prozent Rendite

Trotz neuer Regeln für Banken.

FRANKFURT (dpa/bür/wet). Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hält an seinem umstrittenen Ziel fest, eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern zu erwirtschaften. Zwar würden die Renditen der Institute in einer Übergangsphase wegen neuer Regeln für die Branche generell niedriger ausfallen, sagte er dem Handelsblatt. Aber: "Nach dieser Übergangsphase, die ich auf etwa drei Jahre schätze, können wir wieder gewohnte Renditen erreichen", sagte der Schweizer. "Unsere Absicht war es immer, bei den Besten unserer Branche zu sein. Und die haben in der Vergangenheit eben 25 Prozent und mehr erreicht." Die Eigenkapitalrendite zeigt an, welchen Gewinn ein Unternehmen in Relation zu seinem eigenen Geld erwirtschaftet.

Das Renditeziel des größten Kreditinstituts in der Bundesrepublik war während der Finanzkrise unter anderem aus der Politik und aus den Gewerkschaften als zu ehrgeizig kritisiert worden. Sie warfen Ackermann vor, dieses Ziel nur bei viel zu hohen Risiken erreichen zu können, die im Falle eines Scheiterns von der Gesellschaft zu tragen wären.

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In den vergangenen Monaten hatte Ackermann in seiner Funktion als Präsident des internationalen Bankenverbandes IIF den Eindruck erweckt, die schärfere Regulierung des Finanzmarktes infolge der Krise schmälere langfristig die Gewinne der Banken. Im September 2009 sagte er: "Dem Bankensektor werden engere Grenzen gesetzt, und die Profitabilität des Finanzsektors in seiner Gesamtheit wird geringer sein." Und der oberste Risikomanager der Bank, Hugo Bänziger, sagte im November 2009 der Badischen Zeitung: "Wenn die gesamte Finanzbranche in der Zukunft eine tiefere Eigenkapitalrendite haben wird, dann werden auch wir unser Renditeziel neu definieren."

Autor: dpa