Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

11. April 2016

Atomkonzerne legen mehr Geld zurück

Teurer Rückbau der Akw.

BERLIN (AFP). Die Atomkonzerne haben ihre Rückstellungen für den Atomausstieg im vergangenen Jahr erhöht: Zum Jahresende hatten die Atomkraftwerksbetreiber EnBW, Eon, RWE und Vattenfall für den Abriss der Kraftwerke und die Endlagerung des Atommülls knapp 40,1 Milliarden Euro zurückgelegt, wie aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Zum 31. Dezember 2014 hatten die Rückstellungen noch 38,7 Milliarden Euro betragen. Umstritten ist, ob diese Summe ausreicht, um die Kosten für Rückbau und Endlagerung zu stemmen – oder etwa wegen der geringen Zinsen zu niedrig angesetzt ist. Der Anstieg der Rücklagen sei ein Zeichen dafür, dass die Konzerne "endlich mit reelleren Zinssätzen" rechnen, sagte die atompolitische Sprecherin der Grünen Kotting-Uhl. Die Linke hält die Rücklagen für unzureichend. "Die Aufstockung ist minimal und ändert nichts an der Tatsache, dass die Summe nicht ausreicht", sagte die Linken-Energieexpertin Eva Bulling-Schröter. Derzeit berät eine Kommission, wie die Finanzierung des Atomausstiegs geregelt wird.

Werbung

Autor: afp