Pharmaindustrie

Roche wächst in Deutschland

Alexander Preker

Von Alexander Preker

Fr, 14. Februar 2014

Wirtschaft

Konzern will viel investieren.

FRANKFURT. Der Basler Pharmakonzern Roche hat vergangenes Jahr in Deutschland seinen Umsatz um 3,4 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro gesteigert. Das sagte Roche-Vorstand Hagen Pfundner in Frankfurt. Er rechnet für 2014 mit einem leicht höheren Umsatzwachstum der deutschen Standorte. Rund 700 Millionen Euro will Roche hierzulande bis 2018 investieren. Für Roche arbeiten im südbadischen Grenzach 1300 Menschen. Was das jüngste Votum zur Zuwanderung und die bald eingeschränkte Freizügigkeit in der Schweiz für den Konzern bedeuten, dazu wollte sich Pfundner nicht äußern.

In Deutschland konnte Roches Pharmasparte vergangenes Jahr dank neuer Medikamente im Kampf gegen den Krebs zulegen; der Umsatz stieg um 8,4 Prozent. In der Diagnosticsparte indes, in der etwa Testgeräte für Diabetiker hergestellt und verkauft werden, sank der Umsatz um 12,3 Prozent. Als Grund gab Roche die Konkurrenz anderer Unternehmen in diesem Sektor an. Vor allem sei aber ein Teil des Geschäfts ins Ausland verlagert worden.

Pfundner kritisierte die Bundesregierung, weil diese die Preise für patentgeschützte Medikamente auch künftig niedrig halten wolle. Dabei geht es um erzwungene Rabatte, die die Pharmahersteller wie Roche den Krankenkassen gewähren müssen. Pfundner sagte, dies gefährde die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Pharmaindustrie. Roches Geschäft werde auch deshalb schwieriger, weil einige wichtige Patente auslaufen.