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13. November 2010

Uniklinik-Heizkraftwerk

MÜNSTERECK: Riesenschritt nach vorne

Es ist durchaus eine kleine Sensation, die sich da abzeichnet: Nach jahrelangem zähen Ringen, vielen Anläufen und gescheiterten Verhandlungen ist nun die Einigung so nah wie noch niemals zuvor. Wenn die Uniklinik nun tatsächlich am Montag einen Fahrplan für den Ausstieg aus der Steinkohle vorlegt, wäre dies ein riesiger Sprung nach vorne für die Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010. Es ist um diesen noch verbliebenen Kohleanteil viel gestritten und gerungen worden. Ein bisschen Misstrauen gibt es auf beiden Seiten noch, ob es die jeweils andere wirklich ernst meint. Aber dieser Zwist braucht keine Laufzeitverlängerung. Entscheidend ist nun, ob Badenova und Uniklinik miteinander ins Geschäft kommen. Denn nur, wenn die Klinik-Kraftwerker ihre Wärme verkaufen können, bleibt der Spielraum für die Investitionen für die Umstellung auf Biomasse. Es winkt am Ende eine Win-Win-Win-Situation, weil alle drei Partner profitieren. Jedenfalls ist nun innerhalb weniger Wochen mehr Bewegung in die Sache gekommen als in den Jahren davor. Dazu beigetragen hat der OB, der mit klarer Kante und deutlicher Wortwahl die Uniklinik aus der Reserve lockte. Mitgeholfen hat CDU-Stadtrat Daniel Sander, der das Thema auf die Sitzung des Umweltausschusses brachte. Und da waren es natürlich noch Uniklinik und Uni selbst, die eindeutig ihren Willen zur Veränderung bekundet haben.

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Autor: Joachim Röderer