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13. Februar 2017

Kommentar

Neue Konzepte gesucht: Es fehlen Proberäume für Musiker in Freiburg

Die Suche von Musikern und Bands nach geeigneten Proberäumen ist kein neues Phänomen. Die Lage hat sich jedoch in den vergangenen Jahren zugespitzt.

Vor allem die Schließung der in der Szene beliebten Baracken auf dem Areal des Alten Güterbahnhofs bedeutete einen herben Verlust. Neun Proberäume im städtischen Kunsthaus L 6 und zwei weitere im Kepler-Gymnasium reichen bei weitem nicht aus, um den Bedarf der Bands zu decken. Die Stadtverwaltung hat zwar viele Ideen, von der Ganter-Brauerei über die Stadthalle bis hin zu Containern, aber was Konkretes ist bisher nicht herausgekommen. Die Nachfrage ist weiter groß. Kommerzielle Anbieter springen in die Bresche und versuchen, die Marktlücke zu bedienen. Dabei entstehen ganz neue Möglichkeiten, und die Angebote können sich durchaus sehen lassen. Viele Bands haben nicht mehr den Anspruch, einen eigenen Raum zu besitzen, und sind in der Realität angekommen. Dieser Sharing-Gedanke fördert sicherlich auch das Miteinander von Musikern unterschiedlicher Genres. Eine wirkliche Förderung sieht jedoch anders aus. Ob ein Proben- und Produktionshaus, wie es einige Gruppen nun im Beteiligungshaushalt fordern, Abhilfe schafft und am Ende die Musiker glücklich macht, sei dahingestellt. Das kommunal subventionierte Südufer als Haus für die darstellenden Künste hat in der Popszene wohl Begehrlichkeiten geweckt. Dass darüber jetzt debattiert wird, ist verständlich und folgerichtig.

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Autor: Fabian Vögtle