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Bernice Bacheberle
Registriert seit: 27.02.2010
Kommentare: 2017
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10. Juli 2012 - 08:17 Uhr
Anstatt Lehrerstellen zu streichen, sollte man den Milliardären endlich mehr Steuern abverlangen.
Die Bildung in unserem Land kann sich ohne Mehrausgaben pro Schüler nicht entwickeln, und wir haben gegenüber anderen europäischen Ländern einiges aufzuholen.
Ganztagesschulen, Gemeinschaftsschulen, individuelles Lernen, Nachhilfe direkt an der Schule, Freizeitangebote am Nachmittag, usw., dies alles ist ohne Mehrausgaben nicht zu haben.
Bildungsausgaben sind Investitionen in die Zukunft. Sie bringen nach 20 Jahren ein Vielfaches in Form von Einkommensteuer zurück, denn gut ausgebildete Schüler werden zu gut verdienenden Arbeitenden. Wer nur an die nächste Wahl denkt, baut Mist.
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Elly Brodhag
Registriert seit: 18.11.2010
Kommentare: 325
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10. Juli 2012 - 08:48 Uhr
Es ist eine bodenlose Frechheit, dass man an der Bildung sparen will, um dann auf hohem Niveau zu jammern, weil es zu wenige Fachkräfte in Deutschland gibt. Spart an dem verflixten S21, dieser tiefergelegte Bahnhof ist im wahrsten Sinne des Wortes das Grab für unser Bundesland. Es werden noch viel mehr Einsparungen deswegen auf uns zu kommen. Bei den Lehrern fängt man schon mal an.
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Dominik Heesig
Registriert seit: 10.07.2012
Kommentare: 111
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10. Juli 2012 - 09:43 Uhr
Schuldenbremse ade?
Ich denke, der Rechnungshof hat die nächste Wahl nun wirklich nicht zu fürchten, Frau Bacheberle. Dass er die Landesregierung, die plant, bis zum Jahr 2020 über 6 Milliarden Euro an neuen Schulden aufzunehmen, zu mehr Haushaltsdisziplin mahnt, finde ich richtig. Der Rotstift muss dabei auch bei den Lehrern angesetzt werden, andernfalls die Schuldenbremse zu einem bloßen Lippenbekenntnis zu verkommen droht.
Jedenfalls wird man letzterer durch Forderungen nach höheren Steuern für Milliardäre (die so zahlreich nicht sind in diesem Land) oder nach Einsparungen bei S 21 nicht gerecht.
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Harald Meierhofer
Registriert seit: 12.09.2011
Kommentare: 2115
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10. Juli 2012 - 10:08 Uhr
Herr Heesig, die "Schuldenbremse" ist kein Allheilmittel. Zuerst geht es um die notwendigen Aufgaben des Landes. Dann geht es um die Kür, wie z.B. die von der Mehrheit gewollten Beteiligungen an S21 (immerhin knapp 1Mrd€). Danach kann und soll auf die Ausgabenbremse getreten werden. Wenn dann das Geld immer noch nicht reicht, muss die Einnahmenseite angepackt werden. Wer S21 will, soll zahlen. Wer eine unabhängige und leistungsfähige Justiz will, soll zahlen. Wer innere Sicherheit und einen hohen Bildungstandard will, soll zahlen.
Und wer meint, dass er genug hat und den ganzen Schmonzes nicht braucht, soll gehen.
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Michael Müller
Registriert seit: 12.01.2012
Kommentare: 103
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10. Juli 2012 - 10:26 Uhr
Einige Politiker haben immernoch nicht verstanden das High-Tech unser einziger Wettbewerbsvorteil darstellt. Dazu brauchen wir die besten Leute, die immer ein wenig schlauer sind, als der Rest der Welt. Andernfalls sind wir, mit unserem Sozialsystem, Krankenkassen, Rentenkassen, Solidarpakten, Fiskalpakten usw, einfach zu teuer.
Unser Bildungssystem spielt dabei bereits jetzt, wegen Geldmangel, aber eher in den mittleren Rängen mit. Und jetzt soll weiter eingespart werden?!
Hmm, mal überlegen - glaube das ist ne blöde Idee.
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Dominik Heesig
Registriert seit: 10.07.2012
Kommentare: 111
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10. Juli 2012 - 10:45 Uhr
Verstehe ich nicht, Herr Meierhofer.
Die Schuldenbremse mag kein "Allheilmittel" sein, als - zugegeben bittere - Medizin für einen über die eigenen Verhältnisse lebenden/wirtschaftenden Staat aber doch leider notwendiges Übel.
Zu den von Ihnen angesprochenen notwendigen Aufgaben des Landes gehört allemal nachhaltiges Wirtschaften, wie die Schuldenkrise eindrücklich zeigt. "Investieren in die Zukunft", das heißt eben auch, die Aufnahme neuer Schulden zu vermeiden. Die Einnahme- dabei gegen die Ausgabenseite auszuspielen hilft nicht weiter. Beide werden ihren Beitrag leisten müssen.
Gruß
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Harald Meierhofer
Registriert seit: 12.09.2011
Kommentare: 2115
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10. Juli 2012 - 11:51 Uhr
Wenn die Einsparungen die Zukunftsfähigkeit beeinträchtigen, sind sie absolut kontraproduktiv. Bisher hat es noch keinem Staat geholfen, sich gesundzuhungern. Wenn das zu irgend einem Ergebnis führt, ist das eine größere Armut und eine weiter aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich.
Eine pauschale Schuldenbremse nützt nur den Reichen.
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Dominik Heesig
Registriert seit: 10.07.2012
Kommentare: 111
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10. Juli 2012 - 13:22 Uhr
Dass der Schuldenabbau mit Maß vonstattengehen muss, wird niemand ernsthaft bestreiten. Von einer drohenden Beeinträchtigung der Zukunftsfähigkeit durch den vorgeschlagenen Abbau der Lehrerstellen kann doch aber gerade mit Blick auf die rückläufigen Schülerzahlen nicht die Rede sein.
Der Schuldenabbau ist, so unpopulär er auch sein mag, zwingend. Das macht nicht zuletzt die jahrzehntelange Misswirtschaft Griechenlands mehr als deutlich. Strukturelle Defizite lassen sich aber hier wie dort nicht durch halbseidene Kompromisse beim Schuldenabbau aufheben.
Bemerkenswert finde ich, dass man hierzulande schnell bereit ist, die Notwendigkeit ganz einschneidender Einsparmaßnahmen in Griechenland anzuerkennen, und mit Vehemenz mehr und mehr Anstrengungen der Griechen fordert. Da mutet es doch zumindest seltsam an, wenn man Einschnitte "in den eigenen vier Wänden" rigoros ablehnt.
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Harald Meierhofer
Registriert seit: 12.09.2011
Kommentare: 2115
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10. Juli 2012 - 15:16 Uhr
Herr Hessing, Sie sind ja neu hier. Deshalb sehe ich Ihnen nach, dass Sie nicht wissen, dass ich überhaupt kein Freund des Spardiktats für Griechenland bin.
Aber zum Thema: Das Bildungssystem in Baden-Württemberg liegt ziemlich am Boden. Es wurden ja in der vergangenheit schon Lehrerstellen eingespart im Vorgriff auf die erwarteten sinkenden Schülerzahlen. Wenn heute in einem Gymnasium 32 Shüler in einer Klasse sind, kann von einem fortschrittlichen Bildungssystem nicht die Rede sein. Das ist notdürftige Wissensvermittlung. Ein Bildungssystem, dass seinen Namen verdient haben will, ist das nicht. Die sinkenden Schülerzahlen sollten genutzt werden, um endlich auf ein europäisches Mittelmaß zu kommen. Bildungspolitische Elite wird Deutschland so schnell nicht, aber mit etwas gutem Willen liesse sich wenigstens eine Verbesserung erreichen. Mit dem bestehenden System ist eine Zukunftsfähigkeit jedenfalls nicht gegeben.
Griechenland ist übrigens *nicht* wegen überbordender Ausgaben für das Bildungssystem in Schieflage geraten. Hätten die griechen *mehr* Geld in ihr Bildungssystem gesteckt, stünde das Land heute besser da.
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Werner Ketterer
Registriert seit: 17.06.2009
Kommentare: 255
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10. Juli 2012 - 15:47 Uhr
Das Dilemma ist der starre Beamtenstatus.
Da werden Junglehrer eingestellt und verbeamtet auf eine Vermutung der Schülerzahlen in 20 und mehr Jahren.
Da fordert man allenthalben Inklusion und Integration, was bei gleichbleibender Unterrichtsqualität für behinderte Schüler wiederum mehr Lehrerstellen benötigt.
Das bedeutet doch, dass man kurzfristig reagieren können sollte - doch das läßt die Einstellung auf Lebenszeit für Beamte nicht zu.
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