Leserbriefe

Volker Schröter (Neuenburg )

Von Volker Schröter (Neuenburg )

Mi, 15. August 2018

Neuenburg

UMBAU ANSCHLUSSSTELLE
Fußgänger und Radfahrer sind die Verlierer
Leserzuschrift zum BZ-Artikel vom 1. August "Drei Kreisel für mehr Effektivität"
Endlich kommt Bewegung in die Planung zur Behebung der seit Jahren desolaten Verkehrssituation um die Anschlussstelle Müllheim-Neuenburg an die BAB. Wie die Planungsunterlagen zeigen, sind jedoch Fußgänger und Radfahrer die Verlierer dieser auf lange Zeit ausgerichteten Verkehrsführung. Wo bisher eine Ampelanlage die Querung der B 378 Richtung Rhein etc. relativ gefahrlos ermöglichte ist nunmehr unmittelbar am Wuhrlochkreisel nur noch ein einfacher Überweg vorgesehen. Wer Richtung Müllheim aus dem Kreisel rausbeschleunigt muss also noch mit Fußgängern rechnen und in der Gegenrichtung ebenso. Wer denkt sich so einen Begegnungsverkehr für eine vielbefahrene Bundesstraße aus?

Nachdem für die drei Kreisel richtig Geld in die Hand genommen wird, sollte doch eine Unterführung unter einer Bundesstraße zur gefahrlosen Querung auch noch drin sein, zumal es sich hier nicht nur um eine innerörtliche Verbindung handelt, sondern die Strecke auch zum Radwegenetz nach Basel, Mulhouse etc. gehört. Wenn die Verantwortlichen Nachhilfeunterricht benötigen, wie sowas aussehen kann, empfehle ich eine Dienstreise in die Niederlande.

Der Verweis von amtlicher Seite auf die innerörtlichen Planungen einer Überführung zu einem Aussichtsturm im Wuhrlochpark, von dem aus Radfahrer dann per Lift das Tiefgestade erreichen, kann wohl kaum als Alternative gesehen werden. Im übrigen ist die Finanzierung der Kronenrainbebauung noch längst nicht in trockenen Tüchern ( BZ vom 26. Juli).

Bleibt zu hoffen, dass die Stadt Neuenburg in ihrer im Planfeststellungsverfahren an das Regierungspräsidium abzugebenden Stellungnahme solche Forderungen noch mit einbringt. Geld ist zur Zeit in den öffentlichen Haushalten genügend da und die Stadt Neuenburg mit ihrer Geschäftslage im Grenznähe trägt ohne Frage überproportional zum Steueraufkommen bei.Volker Schröter, Neuenburg