Mit Gewinn leben

So können Sie mit dem Frühjahrsputz Steuern sparen

Jörg Strötzel

Von Jörg Strötzel

Sa, 03. März 2018 um 19:48 Uhr

Geld & Finanzen

Dienstleistungen kann man von der Steuer absetzen: Auch eine saubere Wohnung wird vom Fiskus gefördert.

Der Frühling naht mit Riesenschritten. Da verspüren zahlreiche Menschen den Wunsch, das Heim einer Generalüberholung zu unterziehen. Alles soll sauber sein, wenn die Tage wieder länger werden.

Kein Wunder, dass viele bereits ab März Staubsauger, Besen, Schrubber, Eimer, Lappen und Putzmittel in die Hand nehmen, um den eigenen Haushalt so richtig auf Vordermann zu bringen. Manche engagieren aber auch einen professionellen Dienstleister, der Reinigungs- und Pflegearbeiten übernimmt. Da diese Tätigkeiten meist regelmäßig im Haushalt anfallen und theoretisch auch von einem Haushaltsmitglied erledigt werden könnten, lassen sich die Ausgaben für die Fachleute in der Einkommensteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen angeben.

Dafür gelten bestimmte Regeln: 20 Prozent der jeweils anfallenden Anfahrts-, Arbeits-, Maschinen-, Entsorgungs- und Verbrauchsmittelkosten – Letzteres sind zum Beispiel Aufwendungen für Reinigungsmittel – können abgesetzt werden. Allerdings darf man nur maximal 4000 Euro im Jahr steuerlich als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Material- und Warenanlieferungskosten sowie Verwalter- beziehungsweise Müllabfuhrgebühren werden übrigens nicht berücksichtigt. Deshalb sollten die verschiedenen Kostenarten in der Rechnung unbedingt getrennt ausgewiesen werden.

Und noch etwas ist sehr wichtig: Die Rechnungssumme sollte immer überwiesen werden, denn das Finanzamt erkennt Barzahlungen nicht an.

Jörg Strötzel ist Steuerberater und Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH). Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung. Eine Beratungsstelle finden Sie unter http://www.vlh.de