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28. April 2010
Belchenbahngondeln wurden evakuiert
Bei einer großen Bergwachtübung am Belchen galt es, 56 Personen zu befreien.
AITERN (jgf). Nachdem bei der Leitzentrale in Lörrach die Nachricht eingegangen war, dass die Belchenbahn wegen eines Defekts still stehe, sich aber noch rund 56 Passagiere in den Gondeln befänden, wurde am Freitag für die Bergwacht-Ortsgruppen Schönau, Wieden, Todtnau, Muggenbrunn, Münstertal und Freiburg Alarm ausgelöst. Um 16.25 Uhr konnte die Bergungsübung beginnen, denn um eine solche handelte es sich zum Glück nur. Die Übung war angesetzt worden durch das dafür zuständige Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau.
Franziska Glötzl von der Ortsgruppe Freiburg – im Zivilberuf Krankenschwester – hat schon an verschiedenen Bahnrettungsübungen der Bergwacht teilgenommen, so bei der Schauinslandgondelbahn oder beim Sessellift der tief verschneiten Fahler Rothausbahn. "Für die Seilbahnrettung benötigt man eine Spezialausbildung und eine besondere Ausrüstung", erzählt Glötzl nicht ohne Stolz. In Dreierteams werden die Bahnträger erklommen, so dass ein Retter mit einem Seilbahnfahrgerät am Trägerseil der Bahn zur nächsten Gondel talwärts abgelassen werden kann. "Dieses Gerät wurde einst von der Bergwacht Schwarzwald entwickelt", betont Einsatzleiter Manfred Kiefer aus Schönau. Nach dem Öffnen der Tür vom Gondeldach aus kann der Retter in die Gondel gleiten und dem ersten Passagier den sogenannten Kongsitz anschnallen. Die Bodenmannschaft übernimmt das Abseilen mit Hilfe einer zuvor an der Gondelaufhängung befestigten Rolle. "Ich wollte doch auch mal wissen, wie das ist, wenn man nach mehr als einer Stunde des Ausharrens aus einer Seilbahngondel gerettet wird", sagte die Aiterner Bürgermeisterin Andrea Kiefer, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte und bedankte sich artig bei ihren Rettern, der Bergwacht Muggenbrunn. Ohne besondere Vorkommnisse wurde die Rettungsübung der 42 Bergwachtler um 18.15 Uhr erfolgreich abgeschlossen.
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Autor: jgf
