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08. Oktober 2016

"In wahnsinnig kurzer Zeit erfolgreich"

Das Unternehmen Log Systems hat sich binnen zehn Jahren erfolgreich auf dem Markt positioniert – ein Grund zum Feiern.

  1. Christof Nitz, Uwe Brutschin, Bernd Attenberger, Axel Brombacher, Armin Schuster (MdB), Michael Bühler und Frank Oesterwinter (von links) in der Firma Log Systems Foto: Hans-Jürgen Hege

FAHRNAU. Es kommt Leben in die teilweise noch leerstehenden "Buden" des Krafft-Areals. Neue Unternehmen siedeln sich an. Und einige sind "in wahnsinnig kurzer Zeit wahnsinnig erfolgreich", wie Bürgermeister Christof Nitz bemerkte, als er dem Ingeneering-Dienstleister "Log Systems" am Freitag zum zehnjährigen Jubiläum gratulierte.

Axel Brombacher, einer der fünf geschäftsführenden Teilhaber des Unternehmens, blickte beim Festakt zunächst zurück auf die Anfänge in Weil am Rhein und in einem kleinen Büro in München. Damals, so Brombacher, hätte er alle für unrealistische Träumer gehalten, die ihm und seinen Mitstreitern Uwe Brutschin, Bernd Attenberger, Michael Bühler und Frank Oesterwinter vorhergesagt hätten, dass das Quintett zehn Jahre später auf 50 Mitarbeiter anwachsen würde und einen "Umsatzrekord" von 75 Millionen Euro erwirtschaften könne.

Natürlich haben am Erfolg der Entwickler von Fördertechniken und Förderanlagen regionale Partnerfirmen und Zulieferer aus dem Ausland sowie aus der Finanzwelt ihren Anteil. Von Beginn an habe die Geschäftsleitung auf ein reibungsloses Miteinander mit diesen Partnern vertraut und wohl auch zurecht gesetzt, denn sie alle sind zum Festakt in die Grienmatt gekommen, um mit ihren Geschäftsfreunden und deren "hochqualifizierten und technisch versierten Mitarbeitern" den runden Geburtstag zu begießen. Bei Log Systems laufen nach der Entwicklung der Anlagen, die bei Partnern gebaut werden, die Fäden zusammen, beschrieb Brombacher die Prozesse, die sein Unternehmen lenke, ohne dabei selbst zu fertigen: "Wir sorgen schließlich dafür, dass alle Komponenten zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind und perfekt funktionieren." Und das scheint gut zu funktionieren, wie die lange Liste zufriedener Kunden, darunter so namhafte Unternehmen wie Audi, MAN, Daimler, VDL Nedcar, BMW, VW oder SMP sowie unter anderem die Universitätskliniken in Freiburg, Tübingen, Gießen und Marburg, die Lufthansa, DM, NKD, swisslog, Gerberit und andere beweist.

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Dass es den in Schopfheim ansässigen Unternehmen zunehmend gelinge, bestens ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden, heftete sich einmal mehr auch Bürgermeister Christof Nitz ans Revers. "Die Millionen-Investitionen der Stadt in eine erstklassige Infrastruktur, nicht zuletzt auch im kulturellen Bereich, machen sich nun bezahlt", sagte das Gemeindeoberhaupt.

Und Armin Schuster blies ins gleiche Horn, als er Gründe für seinen Besuch bei einem solch kleinen Unternehmen wie Log Systems nannte. Es sei nicht einfach, dem Trieb zu widerstehen, dass alles toll ist, was urban ist. Viele Politiker gehen noch immer davon aus, dass Erfolg an der Anzahl von Oberbürgermeistern abzulesen sei, die man in großen Städten besitze. Das sei der falsche Ansatz. Denn: "Qualität ist immer dezentral", sagte Schuster. Der große Erfolg Baden-Württembergs und auch dieser Region sei darin begründet, "dass wir nicht nur auf Stuttgart, Karlsruhe oder Freiburg gucken, sondern auf Zell, Schopfheim, Wembach oder Grenzach-Wyhlen. "Die Kronjuwelen der deutschen Wirtschaft liegen nicht bei den OEM’s, die liegen in diesen Bereichen." "Die große Wahrscheinlichkeit, dass wir Industrie 4.0 hinkriegen liegt bei Firmen wie dieser hier", sagte der Abgeordnete und lobte, dass "die bahnbrechenden Ideen, die großen, innovativen Lösungen" heute nicht mehr "in gigantisch großen Unternehmen", sondern in kleinen Betrieben ausgebrütet werden. Wenn man darüber nachdenke, wie Steve Jobs Apple aufgebaut hat, müsse man den Eindruck gewinnen, dass es manchmal besser sei, zu Unternehmen wie Log Systems als den ganz großen Unternehmen zu gehen. "Dass BMW erfolgreich ist, liegt heute mehr denn je an den Log Systems im Land", gab Armin Schuster zu bedenken und versicherte: "Genau deshalb komme ich wahnsinnig gerne hierher."

Und um dies zu unterstreichen, bot Armin Schuster einen weiteren Besuch in der Grienmatt an, bei dem er mit der gesamten Belegschaft über das politische Tagesgeschehen reden und diskutieren wolle. Nicht zuletzt, so Schuster, den die Belegschaft bereits in Berlin besuchen durfte, sei ihm viel daran gelegen, "Mitarbeiter kennenzulernen, die im Schnitt 1,25 Millionen Euro für ihren Arbeitgeber erwirtschaften. Das sei eine stolze Leistung, alle Achtung, Freunde!", lobte Armin Schuster.

Autor: Hans-Jürgen Hege