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30. Juli 2012 19:51 Uhr

Sportstätten

Zukunft des Eisstadions: Alles spricht für einen Neubau

Der Bau eines neuen Eisstadions in Freiburg wird immer wahrscheinlicher. Denn bei der Alternative, der Sanierung der bestehenden Franz-Siegel-Halle, tun sich neue Schwierigkeiten auf.

  1. Dreht die Eismaschine bald in einem neuen Eisstadion ihre Runden? Foto: Ingo Schneider

Denn: In direkter Nachbarschaft zur Eishalle liegt das Weststadion. Ein Anwohner hat sich vor dem Verwaltungsgerichtshof in letzter Instanz mit ihren Lärmbeschwerden gegen die Stadt durchgesetzt – das Urteil könnte auch für das Eisstadion Folgen haben.

Zum Urteil will man im Rathaus im Moment nicht viel sagen. "Wir warten noch auf die schriftliche Begründung", sagt der Erste Bürgermeister Otto Neideck. Ein Anwohner hatte gegen die Baugenehmigung für den bereits bestehenden Kunstrasenplatz der Sportfreunde Eintracht und gegen den Einsatz einer Lautsprecheranlage geklagt. Das Urteil fiel am 3. Juli. Auch wegen des ausstehenden Urteils war die Entscheidung des Gemeinderats über das Eisstadion in den Oktober vertagt worden.

Zwei mögliche Standorte sind im Gespräch

Noch werden im Rathaus alle vier Möglichkeiten geprüft, so der Erste Bürgermeister. Die Varianten lauten: Eine große oder kleine Sanierung, eben ein Neubau – oder die Weder-Noch-Variante, was aber das Ende von Eishockey als Leistungssport in Freiburg bedeutete. Die Zeit zur Entscheidung drängt. Denn Ende 2013 läuft die Betriebserlaubnis für die 40 Jahre alte Franz-Siegel-Halle aus.

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Finanziell könnte die Stadt günstiger wegkommen als gedacht: Eine kleine Sanierung der Halle an der Ensisheimer Straße wäre wohl schon für vier Millionen Euro zu haben. Und auch ein Neubau soll für deutlich weniger als die einst taxierten 25 bis 28 Millionen Euro zu bekommen sein, da es eine standardisierte Bauweise für Eishallen gibt.

Im Gespräch sind nach BZ-Informationen zwei mögliche Neubaustandorte: Einer liegt an der Hermann-Mitsch-Straße im Bereich der Messe, ein zweiter im nördlichen Bereich des Stadtteils Zähringen. Beide Standorte bringen die Voraussetzung mit, dass sie – nach Streckenneubau oder -verlängerung – an einer Stadtbahnlinie lägen.

EHC-Vorstand hinterlässt Eindruck bei den Fraktionen

Die neue Führung des EHC Freiburg ist vor der Sommerpause durch die Mehrheit der Ratsfraktionen getourt – und hat dabei durchaus Eindruck hinterlassen. Eine Fraktion erklärt, dass klare, nachvollziehbare Fakten präsentiert worden seien.

"Wir machen es für den Breitensport." Wendelin Graf von Kageneck
Auch EHC-Vorsitzender Werner Karlin hat die Gespräche als "parteiübergreifend sehr positiv" wahrgenommen. Noch hat sich keine Fraktion entschieden. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs wird aber eine Rolle spielen, wie etwa CDU-Fraktionschef Wendelin Graf von Kageneck einräumt: "Wenn das Urteil so ausgefallen ist, macht es keinen Sinn, an dem jetzigen Standort Geld in eine Eishalle zu investieren." Laut Kageneck würde ja auch nicht eine Eishalle nur für eine Profimannschaft gebaut: "Wir machen es für den Breitensport." Nach einer Aufstellung der EHC-Vorstände, die den Stadträten vorgelegt wurde, entfielen nur sieben Prozent der genutzten Zeit auf dem Eis auf die erste Mannschaft des EHC. Natürlich würde sich der Club über einen Neubau und eine längerfristige Lösung freuen: "Wir wollen ja keinen ,Dome‘, wo die Sicherheitsleute schon mehr kosten als das, was man bei den Spielen einnehmen kann", sagt Karlin.

Für die Neubaulösung spricht zudem, dass das mehr als eineinhalb Hektar große Areal im Stadtteil Mooswald, auf dem jetzt die Eishalle steht, das sich für ein neues Wohnquartier eignen würde. Durch die künftige Messelinie wäre es perfekt an das Straßenbahnnetz angeschlossen. Die Heiliggeistspitalstiftung und die Stadt als Grundstückseigentümer könnten mit einer zweistelligen Millionensumme als Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf rechnen.

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Autor: Joachim Röderer


66 Kommentare

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Gelöschter Nutzer #869269

Registriert seit: 08.07.2011

Kommentare: 66

30. Juli 2012 - 20:28 Uhr

Messegelände würde ja sogar der Dahlmann von der FTW begrüssen weil die Halle dann noch anderweitig benutzt werden kann

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Thomas Hemmer

Registriert seit: 29.01.2012

Kommentare: 74

30. Juli 2012 - 20:59 Uhr

Ein Stadion hat mitten in einem Wohngebiet nichts zu suchen.
Punkt, aus und Basta!

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Arno Ruesch

Registriert seit: 22.03.2011

Kommentare: 78

30. Juli 2012 - 21:20 Uhr

Hoffe ja immer noch, dass nicht wirklich die "Weder-noch"-Variante ernsthaft geprüft bzw. in Erwägung gezogen wird....

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Uwe Lay

Registriert seit: 20.12.2010

Kommentare: 17

30. Juli 2012 - 21:25 Uhr

Die Eishalle war vor den Häusern da.
Punkt, aus und basta !

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Michael Riedle

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 573

30. Juli 2012 - 21:26 Uhr

@Jürgen Freier

aber Herr Freier, in einem ehrenwerten Wohngebiet wird nur gewohnt und sonst nix. Keine Kindergärten, keine Spielplätze oder gar so etwas wie Public Viewing oder Stadtfeste im Sommer....eben nichts was die Spießbürger Idylle stören könnte.

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Florian Engels

Registriert seit: 22.12.2009

Kommentare: 286

30. Juli 2012 - 21:31 Uhr

Es kann doch niemand ernsthaft daran gezweifelt haben, dass eine neue Halle gebaut wird.Alles andere wäre dem Steuerzahler gegenüber völlig unverantwortlich.Jeder , der die Eishalle genauer kennt, weiss, dass Sie eine Ruine ist, und jeder Cent, der hier investiert wird , Geldverbrennung ist.

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Daniel Salzmann

Registriert seit: 30.07.2012

Kommentare: 1

30. Juli 2012 - 21:59 Uhr

@ Uwe Lay: Bitte erst informieren, bevor man Märchen in die Welt setzt.

Es standen hier schon Häuser, bevor die Eisbahn gebaut wurde. Und das Stadion um die Eisbahn herum kam noch einige Jahre später.

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Michael Berner

Registriert seit: 10.01.2011

Kommentare: 903

30. Juli 2012 - 22:24 Uhr

And now for something completely different: "Kombibau Hirschmatten?" Nur mal so als Idee, scheint sonst gerne mal vergessen zu werden...

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

31. Juli 2012 - 07:57 Uhr

Bitte einmal Nägel mit Köpfen machen und nicht nur eine "Billig Billig Variante". Mit einer zweiten Eisfläche wäre die Messe der Ideale Standort da eine Halle bei der einen oder anderen Veranstaltung mitgenutzt werden kann (bsp. Baden Messe bzw. CFT). Bis Mitte September bzw. ab Mitte März reicht sicher auch eine Eisfläche. In der Hauptzeit des Eislaufbetrieb (Ende September bis Anfang März) hätte man eine zweite Eisfläche zur Verfügung.
Die Abwärme welche solch eine Eisanlage erzeugt, wäre doch Prima zum Heizen der Messehallen geeignet?? Ein weiterer Kostenvorteil den man mit in die Überlegung einbeziehen sollte. In diesem Sinne Hoffe ich auf eine Zukunftstaugliche Lösung für den Eissport in der Region und für die Stadt Freiburg. Bitte einmal nicht nur "Billig Billig". Wo das hinführt sieht man zur Zeit an der Eishalle in Dresden. Paar Jahre Alt und schon geht die Flickerei los. Das kann keiner wollen.

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Gelöschter Nutzer #912687

Registriert seit: 20.03.2012

Kommentare: 31

31. Juli 2012 - 08:16 Uhr

Natürlich wird es eine billig-billig Lösung werden. Das kann man eindeutig herauslesen.

Es wird eine standardisierte Lösung geben. Das heißt billig bis zum "Gehtnichtmehr". Von aussen sieht das aus wie eine Lagerhalle, aus Wellblech, kein Flair, nichts. Einfach die billigste Lösung.

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

31. Juli 2012 - 08:36 Uhr

13 Mio. €, ein Betrag den man ohne ernsthafte Diskusion grade in das Stadttheater zur Erneuerung der Bühnentechnik Investiert hat...da wäre es sicher auch Billiger gegangen?
Dazu die Erlöse aus dem alten Eishallengelände. Dann sind wir bei einer Summe welche einem die einzige Eishalle zwischen Offenburg und Basel Wert sein sollte und die diesem Einzugsgebiet auch gerecht wird. Drunter wird man spätestens Mittelfristig draufzahlen. Aber Zukunfttaugliche Lösungen sind in Freiburg leider nicht sehr gefragt. Es wird nur für den Istzustand gewerkelt. Die Ergebnisse kann man vielerorts bewundern.

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Lucas Kirberg

Registriert seit: 15.09.2010

Kommentare: 22

31. Juli 2012 - 08:49 Uhr

Ein kombinierter Bau aus neuem Fußball- und Eisstadion drängt sich wirklich auf, finde ich. Ökonomisch in vielfacher Hinsicht sehr sinnvoll. Und die Problematik mit den Wohngebieten ist ja auch die Gleiche. Wann wird eigentlich endlich der nächste Schritt zum neuen Fußballstadion getan? Wird da auf Zeit gespielt bis der SC mal wieder zwischenzeitlich zweitklassig ist und ihn dann abzuservieren?

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Johannes Hermann

Registriert seit: 06.06.2012

Kommentare: 177

31. Juli 2012 - 09:05 Uhr

Mal abgesehen, dass sich das Eisstadion nicht in einem reinen Wohngebiet befindet - es handelt sich dabei um ein Mischgebiet, vorangig für Gewerbe, wäre es doch ein echter Wurf, die Gelegenheit zu nutzen und ein gemeinsames Sportzentrum mit Wohn und Einkaufsmöglicheit ala Jacobstadion in Basel am Gewann Hirschmatten zu bauen.

Wenn man will, dann finden sich auch Lösungen. Aber dei Stadtoberen sind ja nur auf der Suche nach Problemen und Schwierigkeiten. Dabei verbraucht das genauso viel Energie, wie andersrum ...

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 09:23 Uhr

Erweiterung des Rieselfeldes nach Norden und daneben dann eine Eishalle, am Besten noch als Großsportanlage mit SC-Stadion? Dazu ein Riesen-Parkplatz und/oder Parkhaus?

Die Probleme (Wohnen/Lärm) an einem Standort lösen und am anderen neu schaffen?

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Dominik Kreuz

Registriert seit: 07.07.2011

Kommentare: 7

31. Juli 2012 - 10:57 Uhr

Ich hoffe mal nicht das hier eine der vorgegebenen Billig Lösungen zum Zuge kommt. Will die Stadt hier wirklich wieder eine Zwischenlösung finden die nach 10 Jahren wieder dahin ist? Wir sprechen hier von einer einmaligen Investition die alleine durch den Verkauf des alten Geländes zum guten Teil finanziert ist. Die Rest Summe sollte der Stadt für eine Nachhaltige Lösung wert sein. Diese Restsumme wird momentan ohne Diskussion munter an anderen Stellen ohne diskussionen verbaut. Nach 40 Jahren sollte doch auch mal der Breitensport wieder dran sein. Davon hätte schließlich die ganze Region etwas.

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Roland Ober

Registriert seit: 31.07.2012

Kommentare: 4

31. Juli 2012 - 11:06 Uhr

Bei der Hallendiskussion geht es immer nur um "den Fortbestand des Eishockey in Freiburg" und "erste Mannschaft aufgestiegen".Blablabla. Natürlich ist dieser Sport großartig und der Aufstieg wunderbar. Was hierbei völlig untergeht, ist, es geht nicht "nur" um die erste Mannschaft. Es geht um über 100 Kinder und Jugendliche, welche allesamt mit viel Herzblut diesen Sport erlernen und ausüben.Es geht auch um Eishockey-Freizeitmannschaften von div. Universitätsmannschaften bis hin zu Hobbymannschat wie zB. die der Polizei. Es geht auch um Eiskunstläufer/innen incl. dem gesamten Nachwuch sowie den Eisstockschützen mit deren Nachwuchs. Dazu gehören in den Wintermonaten mehrere hundert Personen aller Altersgruppen, welche wöchentlich zum Puplikumslauf gehen. Keine Ahnung, wieviele sporttreibende Menschen das Stadion Woche für Woche nutzen. Fakt ist, es müssen an die 1000 sein und wird daher gebraucht. Welche bzw. wie viele Sportstätten in Freiburg kann solch eine Frequentierung vorweisen. Diese Liste wird kurz. Die Stadt Freiburg trägt auch für diese Bürger etwas Verantwortung. Es wird Jahr für Jahr viel zu viel Geld für völlig sinnfreies und unnötiges in Freiburg ausgegeben. Hoffentlich mal für etwas, mit dem man auch etwas anfangen kann.
Ich finde es bedenklich, eine so wichtige Frage und Entscheidung auf eine Manschaft herunter zu reduzieren. Auch in der Presse. Ich wundere mich auch über all die weiteren Nutzer des Stadions, wie oben genannt. Wo seit ihr? Weshalb hört man von euch nichts? Ist es euch egal? Bitte steht auf und meldet euch zu Wort.

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Gelöschter Nutzer #912687

Registriert seit: 20.03.2012

Kommentare: 31

31. Juli 2012 - 11:18 Uhr

Es gibt Dinge die sind der Stadt und vielen Bürgern (überwiegend Gutmenschen) ein Dorn im Auge. Dazu gehört die Eishalle. Man hat es schon fast geschaftt den Eissport in Freiburg zu zerstören.

Bei anderen Dingen wie Kultur (Theater, Museen, usw.) oder wenn es um das Thema Öko geht, dann kann nichts teuer genug sein. Komischerweise gibt es dort nie kritische Stimmen. Das ist eben unser peinliches Freiburg.

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

31. Juli 2012 - 11:34 Uhr

Ich stelle mir die Frage wie es bei solch einem regionalen Projekt mit der Finanzierung aussieht. In vielen anderen Städten waren Zuschüsse vom Land selbstverständlich (bsp. Schwenningen, Weißwasser), selbst Hochwassergelder (Dresden) waren nicht zuschade.
Die Verantwortlichen bei der Stadt Freiburg sollten in diese Richtung etwas mehr Kampfgeist zeigen. Eine bzw. die Eishalle für die Region (noch dazu eine Wintersportregion mit dem Schwarzwald vor der Haustür) sollte genau so Anrecht auf Unterstützung aus strukturellen Fördertöpfen haben, wie ähnliche Projekte andernorts auch. Das würde die Finanzierung für alle erleichtern und man müsste nicht nur auf "Billig, Billig" zurückgreifen.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 11:46 Uhr

Herr Seimor,

Ihre Wortwahl "Gutmenschen" und "peinliches Freiburg" ist hier völlig fehl am Platz. Bezeichnen Sie alle als "Gutmenschen", die nicht Ihrer Meinung sind? Sind diese Leute alle "peinlich", weil sie nicht so denken wie Sie?

Ich spiele kein Eishockey, ich gehe nicht ins Theater und auch nicht ins Museum. Daher kann ich als "neutraler" Betrachter sagen, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Ein Eisstadion wird mit Steuergeldern grundsätzlich nur einer eingeschränkten Zielgruppe zur Nutzung zur Verfügung gestellt: - Jungen Menschen, Sportlichen Menschen, Nichtbehinderten Menschen. Theater und Museen werden grundsätzlich JEDEM zur Verfügung gestellt - Von jung bis alt, ob behindert oder nicht. Ein Eisstadion verursacht - zumindest bei Spielen, erheblichen Lärm - Theater und Museen überhaupt nicht. Ein Vergleich verbietet sich daher.

Dass in der Eishalle nicht nur der EHC, sondern auch viele andere bedient werden, insbesondere der Breitensport gefördert wird, steht außer Frage.

Die Frage ist aber doch, ob eine Stadt sich alles leisten kann bzw. will. Ich überziehe nun bewußt: Vielleicht muss irgendjemand entscheiden: Eishalle ja, dafür aber Theater schließen?

Nun wirds philosophisch: Theater gehören seit jeher zur menschlichen Kultur, gab es sie doch schon bei den alten Griechen und Römern. Eishockey wohl eher nicht.

Ehrlich gesagt: ich möchte das nicht entscheiden müssen.

Vielleicht hilft es, mal die Scheuklappen mit dem Wölfe-Emblem abzulegen und mal zu schauen, was es sonst noch um einen herum auf der Welt gibt...

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

31. Juli 2012 - 12:04 Uhr

@Ralf Rosen....natürlich kann man sich Fragen ob sich eine Stadt alles Leisten kann. Aber sie dürfen gerne mal einen Vergleich anstellen wieviele Großstädte über keine Eishalle Verfügen oder welche kleineren Städte in Baden Württemberg sich diesen "Luxus" leisten. Wir leisten uns ja auch mehrere Hallenbäder die ebenfalls nur von einem gewissen Personenkreis genutzt werden. Zwei würden es nach ihrer Meinung dann auch tun?
Faktisch steht die Eishalle allen Bürgern offen ob sie sie Nutzen oder nicht bleibt natürlich ihre eigene Entscheidung. Den vielen Nutzern (es gibt sicher belegbare Zahlen die dem Gemeinderat vorgelegt werden) allerding zu Sagen, das sie zukünftig nach Offenburg oder Basel Fahren sollen kann es sicher auch nicht sein.
Eine Lawine der Empörung geht sonst schon los, wenn Schwimmer von Hochdorf nach Hasslach oder vom Faulerbad ins Westbad sollen.
Ein Mindestmaß an Infrastruktur sollte man als Stadt über 200.000 Einwohner und Region mit einem vielfach größeren Einzugsgebiet schon haben. Wie schon gesagt, wo bleiben die Zuschüsse für dieses Projekt wie sie andernorts geflossen sind (bsp. Villingen-Schwenningen hat immerhin 2,5 Mio. € vom Land für die Eishallensanierung bekommen).

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Werner Wiese

Registriert seit: 24.07.2010

Kommentare: 259

31. Juli 2012 - 12:09 Uhr

@ Herr Rosen
Wo setzen Sie denn die Altersgrenze fürs Eishockey an, wie sind sportlichen Mindestvoraussetzungen um aufs Eis zu dürfen und ist es für behinderte Menschen wirklich verboten aufs Eis zu gehen????
Selten so einen Blödsinn gelesen!!

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 12:14 Uhr

Herr Diehr,

ob eine Eishalle zu "einem Mindestmaß an Infrastruktur" gehört, darüber lässt sich sicher trefflich streiten.

Ob Zuschüsse oder nicht: Das Ding zu sanieren oder neu zu bauen kostet Geld, das wir zunächst mal nicht haben. Man muss nachfolgende Generationen damit noch zusätzlich belasten.

Andererseits hängen die Kids und Jugendlichen, die dort im Verein trainieren oder auch nur zum Publikumslauf gehen, nicht mit irgendwelchen Terrorspielen vor dem PC herum.

Es gibt für alles ein Pro und ein Contra. Man muss aber nicht diejenigen, die nicht gleicher Meinung sind, mit "Kraftausdrücken" oder vesteckten Beleidigungen belegen, wie das so manche hier tun.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 12:18 Uhr

Herr Wiese,

ich habe im Bekanntenkreis eine Person mit einem Hüftleiden. Sie kann theoretisch - obwohl gehbehindert - jedes Museum besuchen, das Theater sowieso. Mit dem Schlittschuhlaufen wirds schwierig... Gibts beim EHC eine "alte Herren"- Mannschaft? Oder gar eine "Alte-Damen"?

Ich werde Ihnen nicht weiter beim Nachdenken helfen. Wenn Sie das selbst nicht gebacken kriegen, nützt auch jeder Erklärungsversuch nichts.

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

31. Juli 2012 - 12:51 Uhr

@ Herr Rosen: Wenn man Ihrer Argumentation folgt, könnte Freiburg an sich eigentlich (bis auf wenige ausnahmen) dicht machen..... Mein Vater (63 Jahre alt) geht nicht ins Museum oder theater, aber liebend gern mit seinem Enkel Schlittschuhlaufen (Ich selbst darf mit meiner künstlichen Hüfte nicht....). Ich kann aber mit meiner Hüfte auch keine Half-Pipe mit dem Skate-Board benutzen (weg damit), keine Down-Hill Strecke (weg damit), kein Tennis spielen (weg mit den Plätzen), Fussball auch nicht (ab dafür) und und und .... Aber ich wäre nie so selbstsüchig und egoistisch zu fordern, das andere auf etwas verzichten sollen, was ich nicht mehr tun kann. Ihr Vergleich hinkt! P.S.: Von mir aus sollen Sie die Halle bauen! Es gibt genug Leute welche diese benutzen.

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

31. Juli 2012 - 13:05 Uhr

@Ralf Rosen...sie werden es nicht glauben, es gibt eine Seniorenmannschaft :-) und in diversen Hobby Teams oder beim Publikumslauf sind auch Eissportler/inen älteren Semesters auf den Kufen unterwegs.

Die Frage ob, sollte sich eigentlich garnicht Stellen, im besten fall noch was. Andernfalls müsste man den Gemeinderat Frage warum sie vor drei Jahren die FSH für viel Geld Notdürftig geflickt haben. Das hätte man sich dann auch schon Sparen können.

Die Geschichten mit dem fehlende Geld können sie erzählen wem sie wollen. In dieser Stadt ist für alles Geld da was Politisch gewollt ist. In den letzten Jahren wurden reihum die Schwimmbäder Saniert bei denen es ebenfalls um hoher Mio. Beträge ging. Ich kann mich nicht erinnern das einmal die Investitionen in Frage gestellt wurden aber bei der einzigen Eishalle, die mindestens den selben Status inne hat (im Gegenteil beim Hallenbad könnte man z.b immer noch auf ein anderes im Stadtgebiet oder im nahen Umland ausweichen), wird eine Grundsatzdiskusion ins Rollen gebracht das einem Hören und Sehen vergeht.
Man sollte gleiche Maßstäbe anlegen und die Kirche im Dorf lassen auch wenn man mal nicht zu den direkten Profiteuren gehört, weil einem der Eissport nicht Interessiert oder man nicht Eislaufen kann (ich hoffe sie können wenigstens Schwimmen ;-) ).

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 13:24 Uhr

Herr Wiese,

vielen Dank für Ihre fundierten und begründeten Antworten.

Viel Spaß heute Abend beim Stammtisch!

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 13:26 Uhr

Herr Basket,

ich habe den Vergleich nur BEISPIELHAFT aufgeführt. Und wie gesagt - es gibt für alles gute Argumente Pro und Contra.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 13:30 Uhr

Herr Diehr,

danke für die Info mit der Seniorenmannschaft. Gibt es dafür eine Liga?

Ich kenne ja auch jemanden, der mit über 50 noch hobbymäßig Eishockey spielt. Ich gönne ihm sein Hobby. Ich gönne jedem sein Hobby!

Im Übrigen gabs bei jeder größeren Investitionsmaßnahme Diskussionen, auch bei den Hallenbädern. Zuletzt bei den Stadtbahnen, beim Umbau des Rotteckrings, usw.

Gut, dass wir so viele Experten in Freiburg haben. Schade, dass das ganze Talent hier im Forum verpufft...

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Michael Pohl

Registriert seit: 26.08.2010

Kommentare: 67

31. Juli 2012 - 13:34 Uhr

Hält man die kurzfristige Schuldenlast gering und saniert die alte Halle oder baut eine "billige" neue und muss dann in 10-15 wieder investieren oder baut man eine neue, effiziente, energetische für mehr Geld, hebt die Schuldenlast aber hat hinten heraus mehr davon? Leider wird meist nur auf kurz- bis mittelfristige Zeit in dieser Hinsicht geplant... In diesem Fall sei es jedoch zu empfehlen mal über den gewohnten Tellerrand hinweg zu schauen!
Standort... Ja... Kann man es allen Recht machen? Mit Sicherheit nicht. Also den am besten angebundenen, zentral für viele gelegenen und gut erreichbaren Standort wählen.

Und eine kleine Anmerkung hätte ich dann doch noch: Wie kommt man bitte auf den Gedanken, eine Eishalle sei lediglich für junge, sportliche und nichtbehinderte Menschen? Ab Mitte 50 oder wenn das Gewicht über dem BMI liegt darf man nicht in die Halle oder wie? Oder man denke mal an die zahlreichen Menschen mit Down Syndrom oder anderen Behiderungen die eine riesen Freude an so etwas wie Schlittschuh laufen haben! Bitte erst denken und schreiben, das was in dieser Richtung kam ist mitunter sehr diskriminierend!

Schönen Tag

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Peter Schneiderhahn  

Peter Schneiderhahn

Registriert seit: 25.11.2011

Kommentare: 498

31. Juli 2012 - 13:45 Uhr

Verstehe gar nciht warum Hr. Rosen hier so angegangen wird.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wollte er lediglich darauf Hinweise, dass keine städtische Einrichtung für welche Gruppe auch immer selbstverständlich ist und Geld kostet. Deshalb müssen die Verantwortlichen immer abwägen, was realisiert werden kann/soll/muß und was nicht. Egal ob Half-Pipe, Museum, Förderung Gymnastikgruppe xy, oder eben Eishalle.

Grundsätzlich bin ich für eine möglichst breit gefächertes Angebot an Sport und Kultur und für unterschiedlichste Nutzergruppen.
Es wäre bei dieser Diskussion interessant zu erfahren, wie viele Menschen die Eissporthalle tatsächlich nutzen (direkt oder indirekt) und auch unter Berücksichtigung des regionalen Einzugsbereichs um es besser einordnen zu können.

Ansonsten stellt sich so sehr schnell das Bild dar, dass Eishockey- und Eislauffans eben einen Neubau fordern, weil sie eben ihren Interessen entspricht.

Und wenn schon darüber gesprochen wird, was eine Stadt in der Größe Freiburgs zu leisten hat, dann schaut mal nach Basel, Baden-Baden und Karlsruhe bezüglich Umfang und Qualität der Museen. Dagegen ist Freiburg doch recht dünn aufgestellt (v.a. im Vergleich zu KA). Müssen wir jetzt auch noch ein neues Museum bauen?

Diese Diskussion kann auf vielen Feldern geführt werden und ist eben aus diesem Grund immer eine Frage der Abwägung.

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Wolfgang Philipp

Registriert seit: 26.07.2010

Kommentare: 106

31. Juli 2012 - 14:04 Uhr

Schließe mich Herrn Pohl an und komme bei der Schneiderhahnschen Abwägung zu: pro "richtigem" Neubau !

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 14:15 Uhr

Danke Herr Schneiderhahn,

wenigstens einer, der mich richtig verstanden hat :-)

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 804

31. Juli 2012 - 15:34 Uhr

Herr Rosen, Sie schrieben:
"Ein Eisstadion wird mit Steuergeldern grundsätzlich nur einer eingeschränkten Zielgruppe zur Nutzung zur Verfügung gestellt: - Jungen Menschen, Sportlichen Menschen, Nichtbehinderten Menschen. Theater und Museen werden grundsätzlich JEDEM zur Verfügung gestellt - Von jung bis alt, ob behindert oder nicht. Ein Eisstadion verursacht - zumindest bei Spielen, erheblichen Lärm - Theater und Museen überhaupt nicht. Ein Vergleich verbietet sich daher."

Da muss ich leider einen kleinen Logikfehler reklamieren. Das Eisstadion steht wirklich JEDEM zur Verfügung. Vielleicht kann nicht jeder aktiv Eissport betreiben, aber es ist ja auch nicht so dass jedermann aktiv im Stadttheater seine darstellerischen Künste trainieren kann. Diese Art der Nutzung ist in vielen kleinen Theatern in Freiburg auch möglich. Es gibt aber nur EINE Eisfläche hier in der Region.
Sie meinen offensichtlich mit "zur Verfügung gestellt" die Nutzung von Museen und Theatern als BESUCHER und ZUSCHAUER. Die steht im Eisstadion aber ebenso allen offen wie im Theater. Das Eisstadion ist leider nicht überall barrierefrei zugänglich und mit dem Schallschutz hapert es zugegebenermaßen auch. Aber gerade das ist ja auch ein Argument für einen Neubau!
Im Stadttheater spielen, um das nächste Argument vorzugreifen, übrigens auch nicht nur Laien sondern Profis. Im Gegensatz zu den Eissportlern haben die Kulturschaffenden offensichtlich eine gute Lobby im Gemeinderat, da die Kassen bei Investitionen in die Kultur offensichtlich gerne und schnell geöffnet werden.

Die Steuergelder, welche für eine neue Halle leider wirklich notwendig sind, müssten auch nicht in Höhe von ca. 10 Millionen pro Jahr weiter fließen sondern höchstens in Form eines wesentlich geringeren Betriebszuschusses für den EHC. Den Rest der Kosten für den Betrieb übernehmen die Nutzer der Halle. In meinen Augen ein guter Grund etwas mehr Geld beim Bau in die Hand zu nehmen und dafür über Jahre und hoffentlich Jahrzehnte weniger ausgeben zu müssen. Das sollte auch im Interesse der Steuerzahler sein. Das Geld ist ja offensichtlich vorhanden, es fließt ja in zweistelliger Höhe auch immer wieder in den Ausbau des Augunstinermuseums und des Theaters.

Ich gönne der Kultur in Freiburg ja ihr Geld, sehe aber als Freiburger Bürger, der gerne Eissport treibt und die Spiele des EHC besucht, nicht ein, dass dort zweistellige Millionenbeträge jedes Jahr ohne mit der Wimper zu zucken ausgegeben werden, um dann bei der Eishalle Geld einzusparen. An der Eishalle hat die Stadt die letzten kanpp 20 Jahre gespart. Das sollte man meines Erachtens auch nicht vergessen.

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Martin Roller

Registriert seit: 18.02.2012

Kommentare: 160

31. Juli 2012 - 15:46 Uhr

@Lucas Kirberg:
"Ein kombinierter Bau aus neuem Fußball- und Eisstadion drängt sich wirklich auf, finde ich. Ökonomisch in vielfacher Hinsicht sehr sinnvoll"

Zu Ihrer Info, eine Fußball-Saison dauert von August bis Mai, eine Eishockey-Saison von September bis Mai. Es ist also in Ihren Augen ökonomisch (finanziell) verantwortbar, jedes Wochenende das Eis in der Halle abzutauen und Rasen zu verlegen?
Ausserdem: Eishockey im Freien vor 30.000 Zuschauern, oder Fußball in der Halle mit 5.000 Zuschauern?

Entschuldigung, aber so einen Blödsinn hab ich ja schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gelesen...

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 804

31. Juli 2012 - 15:58 Uhr

@Herr Roller

Selbst wenn man das Eis abtauen würde um dort Rasen zu verlegen, würde die DFL da gehörig Einspruch erheben. Eine Eisfläche hat etwa die Maße 61 auf 30 Meter. Ein Fußballfeld sollte ca. 105 auf 70 Meter messen. :-)
Aber Sie haben Recht, dass es kaum Vorteile einer gemeinsamen Sportanlage von SC und Eisstadion gibt. Aber immerhin ließ sich Fläche für Parkplätze sparen und die Abwärme der Eisanlage könnte evtl. als Rasenheizung genutzt werden. Dies ist aber eher selten notwendig und daher wäre eine Kombinutzung aus Eishalle und Geschäfts- bzw. Wohnungsbau sinnvoller. Davon abgesehen wird die Eishalle ab Ende 2013 von TÜV dicht gemacht werden und daher sollte eine schnellere Lösung her als beim SC.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

31. Juli 2012 - 16:10 Uhr

Herr Walchner,

was ich wirklich meinte, ist:

Jeder hat für das, was er fordert oder sich wünscht 1001 gute Argumente. Bestimmt lassen sich diese auch finden, wenn jemand fordert, für Martin Schmitt eine Übungsschanze in Ebnet oder am Roßkopf zu bauen...

Es geht darum, dass man abwägen muss, welche Investitionen sinnvoll und notwendig sind, welche den meisten Nutzen für möglichst viele Menschen bringen.

Aber man sollte nicht sagen:

1.
Ich gehe nicht ins Theater, ich gehe viel lieber schwimmen, hab aber immer so einen langen Weg von Tiengen ins Westbad, also baut ein Schwimmbad am Tuniberg (um mal von der Eishalle wegzukommen ;-))

und 2.

Jetzt habt Ihr schon so viele Schulden für neue Straßenbahnen eingeplant, da müsst Ihr aber auch unsere Schule sanieren, ist doch egal, ob ihr noch mehr Schulden macht!

DAS wollte ich ausdrücken und nicht für oder gegen den Eishockeysport Position beziehen.

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 804

31. Juli 2012 - 16:23 Uhr

@Herr Rosen

Prinzipiell gebe ich Ihnen Recht. Allerdings frage ich mich eben auch wieso ausgerechnet bei der Eishalle diese Abwägung vorgebracht wird und eben nicht bei Investitionen ins Augustinermuseum, ins Stadtheater, ins Westbad, in ein Kunstdepot etc. Plötzlich werden 1001 Argumente dagegen gesucht und als Befürworter einer neuen Halle möchte ich die natürlich entkräften.

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Alexander Allgaier

Registriert seit: 26.05.2009

Kommentare: 55

01. August 2012 - 20:28 Uhr

@Herr Rosen

Zu Ihren Andeutungen bzgl. ältere oder behinderte Menschen jeweils ein Beispiel: der nette ältere Herr, den man gerne im vormittäglichen Publikumslauf trifft; die Gruppe aus der Lebenshilfe Elzach (Behindertenwerkstatt) die den Publikumslauf nutzt; fragen Sie diese Mitmenschen, was diese von Ihrer Meinung halten.
Ferner zum Thema Behinderung: einfach mal nach Sledgehockey googeln; ob es hier jedoch eine Anfrage in der FSH gab, entzieht sich meiner Kenntnis. Eine Ablehnung würde mich überdies bei der aktuellen Hallenbelegung nicht wundern.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

02. August 2012 - 09:29 Uhr

Herr Allgaier,

wenn ich könnte, würde ich Ihnen Zahlen liefern, wieviele ältere Menschen, sagen wir, ab 65 Jahren, 2011 das Museum xy besucht haben und diese Zahl dann denjenigen gegenüberstellen, die 2011 in der Eishalle waren. Kann ich aber nicht, können Sie auch nicht.

Aber sie werden mir zustimmen, dass es WAHRSCHEINLICH oder nach ALLGEMEINER LEBENSERFAHRUNG mehr Menschen gibt, die ab einem Alter von 65 Jahren ein Museum besuchen oder ins Theater gehen oder auch ins Schwimmbad gehen, als dass sie Schlittschuh laufen. Ein entsprechender Vergleich lässt sich mit behinderten Menschen anstellen.

Und dass es für alles Gegenbeispiele gibt, ist mir auch klar. Nur sollte man Ausnahmen nicht als Regel darstellen. Als zusätzliche Argumente sind sie sicher sehr hilfreich.

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Peter Epp

Registriert seit: 09.03.2012

Kommentare: 4

02. August 2012 - 12:03 Uhr

Da reden wir von Energiewende usw. Könnte da die Öko-Stadt Freiburg bei dieser Gelegenheit mal drüber nachdenken, eine solche Energieschleuder ganz aufzugeben. Eisstadien sind ein "Luxus", dens nur in ganz wenigen Städten gibt.

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

02. August 2012 - 12:13 Uhr

Ein modernes Eisstadion ist sicher keine Energieschleuder mehr. Der neuste Stand der Technik lässt sich nicht mehr mit der Franz Siegel Halle Vergleichen.
Wenn man ganz Clever ist und es richtig macht (nicht Billig Billig), hat eine neue Eishalle sogar das Potential zum Aushängeschild für "Green City" zu werden.
Solarenergie vom Dach, entsprechende Abwärmenutzung etc.

Hier ist jedenfalls mehr Potential versteckt, wie wenn man im Stadtgebiet paar LED Ampeln aufhängt.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

02. August 2012 - 12:24 Uhr

Herr Diehr,

schon wieder so ein hinkender Vergleich. Ampeln sind ein notwendiges Übel. Ein Eisstadion MUSS man nicht haben.

WENN man sich dafür eintscheidet, dann so energiesparend wie möglich.

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

02. August 2012 - 12:29 Uhr

Es geht darum mit was die Marke "Green City" gerne Hausieren geht. ich gebe zu die LED Ampeln waren sehr Polemisch aber da präsentiert man sich stolz wenn ein paar Watt eingespart wurden. Wenn man eine neue Eishalle Baut, dann kann die durchaus ein Vorzeigobjekt werden mit einem vielfachen an eingesparter Energie. Mit standardisierter Bauweise ist es dann allerdings nicht getan.

Wie wäre es mal mit der Zielsetzung einer 0 Energie Eishalle? Das wird zwar nicht komplett umsetzbar sein aber bei entsprechender Energiegewinnung auf dem Dach und Nutzung der Abwärme (z.b zum Heizen der Messehallen) könnte man diesem Ziel sehr nahe kommen und das wäre dann mal etwas mit Leuchtturmcharakter.
Damit kann man auf der EXPO sicher mehr Eindruck Schinden, als mit LED Ampeln.

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 804

02. August 2012 - 20:26 Uhr

"Eisstadien sind ein "Luxus", dens nur in ganz wenigen Städten gibt."
Richtig, diese wenigen Städte sind die Oberzentren. Die haben Einrichtungen wie u.a. eben Theater, Stadien, Spezialkliniken und besondere Einkaufsmöglichkeiten. Freiburg ist so ein Oberzentrum, auch wenn viele Freiburger glauben in einem Dorf zu leben.

Sicher braucht es auch Energie um das Eis gefroren zu halten. Genauso braucht es auch Energie um das Hallenbad zu beheizen und die Sporthalle im Winter warm zu halten. Und man glaubt es kaum, sogar Museen und Theater werden beheizt. Es kommt also darauf an so energiesparend wie möglich zu bauen, nicht es sein zu lassen.

@Herr Rosen
Es wird Sie hoffentlich nicht überraschen dass es auch Menschen gibt die jünger als 65 sind. Daher sehe ich es nicht unbedingt als relevant an welche Einrichtung in Freiburg mehr von dieser Altersgruppe besucht wird, Eisstadion oder Theater und Museen. Tatsache ist jedoch, dass auch das Eisstadion auf die eine oder andere Weise von Senioren genutzt wird.
Kleiner Beweis:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/eishockey-oma-elfriede-und-die-ehc-fans-schwelgen-im-glueck--54229467.html

Darüber hinaus muss man sagen, dass wahrscheinlich alle Besucher des Eisstadions aus freien Stücken dort sind. Was man wohl von den jungen Besuchern des Theaters und der Museen nicht unbedingt sagen kann. Aber diese Diskussion führt zu nichts. Für mich ist jedenfalls Fakt, dass das Eisstadion in Freiburg genauso wichtig ist wie Schwimmbäder, Theater und Museen, aber leider nicht annähernd so viel Geld dorthinein investiert wurde und wohl auch wird wie in die anderen Einrichtungen.

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Roland Ober

Registriert seit: 31.07.2012

Kommentare: 4

03. August 2012 - 07:55 Uhr

Lieber Herr Rosen

doch, es geht auch um die Besucher. Wenn ich ins Theater gehe, gehe ich dort auch als Besucher hin. Oder muss ich seit neuestem auf der Bühne mitmachen? Ich denke nicht. Das hohe Gut der vielfältigen Freizeitgestaltung ist für ältere Mitbürger ebenso wichtig wie für die jungen.
Zudem, wie in meinem vorherigen Beitrag angesprochen, darf die Entscheidung nicht am Eishockey alleine monopolisiert werden. Was ist mit den Eisstockschützen? Müssen die den Verein beim erreichen des 40. Geburtstags verlassen? Was ist mit den ganzen älteren Damen und Herren, welche Tag ein Tag aus im Ehrenamt den Vereinen helfen und somit ihre Freizeit gestalten. Sind das keine Nutzer, auch wenn sie nicht direkt das Eis nutzen? Man sieht, man kann diese Haarspalterei bis zum Exzess weiter treiben, was jedoch von der Grundsatzdisskussion völlig ablenkt und dieselbe in das totale ad absurdum führt.

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Michael Pohl

Registriert seit: 26.08.2010

Kommentare: 67

03. August 2012 - 08:55 Uhr

@ Herr Epp: Wollen Sie es wirklich auf eine wirtschaftliche Diskussion in diesem Rahmen ankommen lassen? Ich würde sagen, wenn man sich nicht wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt hat, sollte man keine unüberlegten Kommentare abgeben.
@ Herr Rosen: Sind Besucher der Eishockeyspiele keine Nutzer der Halle? Zudem bringt Ihnen allgemeine Lebenserfahrung herzlich wenig wenn Sie beginnen Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ein Theater mit einer Eishalle zu vergleichen ist aus meiner Sicht nicht wirlich ein hilfreicher Ansatz...
Außerdem wollte der Herr Diehr wohl eher verdeutlichen, dass man, wenn man so oder so ein neues Eisstadion baut mehr Einsparpotential hat als mit LED-Ampeln. Ob das eine eine Notwendigkeit darstellt und das andere, aus Ihrer Sicht, nicht spielt dabei keine Rolle.

Fakt ist, Freiburg ist ein Eishockeystandort der erhalten bleiben sollte. Ebenso ist es die einzige Halle zwischen Weil und Offenburg. Aus meiner Sicht ein "Luxus" den es sich lohnt zu finanzieren.

Allseits ein schönes Wochenende

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

03. August 2012 - 10:23 Uhr

Nein, Herr Ober,

wenn man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen will, geht es in der Eishalle nicht um die Besucher.

Die Investition der Stadt ins Theater hat als Zielgruppe die Besucher, die Investition ins Eisstadion hat als Zielgruppe die Nutzer (Vereine, Publikumslauf etc.), aber nicht die Besucher der Eishockeyspiele.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

03. August 2012 - 10:25 Uhr

Herr Pohl,

der Vergleich von Äpfeln und Birnen wurde hier von anderen begonnen. Ich habe nur versucht, genau das darzustellen, siehe auch meine Antwort an Herrn Ober.

"Außerdem wollte der Herr Diehr wohl eher verdeutlichen, dass man, wenn man so oder so ein neues Eisstadion baut mehr Einsparpotential hat als mit LED-Ampeln."

Da bin ich ja völlig bei Ihnen. Wenn man "so oder so" ein neues Eisstadion baut, dann sagte ich bereits, muss man es richtig machen. Mein Ansatz ist doch ein Schritt vorher, nämlich die Überlegung, ob man es sich leisten kann.

Die Diskussion errinert mich an die Satire in SWR 3: "Wenn Du nie was billiges kaufst, kannst Du nie was sparen" ;-)

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Michael Pohl

Registriert seit: 26.08.2010

Kommentare: 67

03. August 2012 - 11:49 Uhr

Herr Rosen,

Sie verglichen den Nutzwert von Kulturinstitutionen mit dem eines Eisstadions was an sich nichts mit der Frage zu tun hat ob man sich es leisten kann.
Stände eine Debatte darüber an was von beidem gebaut oder saniert werden sollte, weil nur für eines Geld vorhanden ist, wäre das etwas anderes. Dann würde ich Ihnen auch voll und ganz zustimmen was die Entscheidungsgewalt angeht. Möchte ich nicht treffen müssen.

Hierbei geht es jedoch um den Erhalt jeglichen Eissports in Freiburg. Sei es Schlittschuh laufen (egal von welcher Alters-, Menschen- und Ethikgruppe), Eishockey, Eisstockschießen und und und. Die Zuschauer und Fans der Eishockeymannschaft mal außen vor belassen.

Und meine Meinung dazu ist, dass wenn die Stadt eine neue Halle baut und dafür (wahrscheinlich unvermeidbar) Finanzierungsmittel benötigt, dann sollte langfristig gedacht werden und eine sinnvolle und energetisch moderne Halle die nachhaltig ist gebaut werden.
Dadurch fallen weniger Sanierungsarbeiten an und sie bleibt länger in einem guten Zustand.
Dann amortisiert sich das auch auf lange Sicht für die Stadt, durch die Einnahmen.

Hoffen wir mal, dass die Stadt die richtige Entscheidung trifft...

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

03. August 2012 - 13:08 Uhr

Herr Pohl,

wenn ich Geld für EINE Sache habe, aber ZWEI Dinge will, dann muss ich entscheiden, welche Sache ich will. Dafür werden Argumente ausgetauscht.

Ich persönlich würde lieber eine Eishalle bauen als ein Theater, weil ich eher ein Eishockeyspiel besuchen würde oder mal zum Publikumslauf gehen, als ins Theater.

Die Aufgabe der Politik ist anzuwägen, wieviel mehr Leute Nutzen von dem einen oder dem anderen haben, und dann zu entscheiden.

Nicht hilfreich ist zu sagen: Jetzt habt ihr das Theater saniert, daher muss auch eine neue Eishalle her. Macht halt weiter Schulden, das macht ihr ja sowieso. Und wenn ihr es fürs Theater macht, warum nicht auch für die Eishalle? Baut die neue Eishalle, dann könnt ihr ganz viel Unterhaltungskosten einsparen. Ob die Finanzierungskosten dennoch höher sind, interessiert mich nicht, denn ich WILL die Eishalle.

[ed.]
Diese Denkweise ist ja auch der Grund, warum zum Beispiel so viele Jugendliche schon hoffnungslos überschuldet sind...

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Michael Pohl

Registriert seit: 26.08.2010

Kommentare: 67

03. August 2012 - 13:54 Uhr

Es ging aber doch nie darum, dass nur für eine Sache Geld da ist aber zwei gewollt sind?!
Das mit dem Theater war wohl auch nur ein Beispiel um zu veranschaulichen, dass die Stadt in dieser Hinsicht was getan hat, die Franz-Siegel-Halle jedoch Jahrzehnte vernachlässigt wurde. Sonst stände das Thema neue Eissporthalle vermutlich gar nicht zur Debatte.
Und mal ganz davon abgesehen, dass die Überschuldung junger Leute nicht pauschal damit abgetan werden kann, dass der "Ich will"-Gedanke vorherrscht, ist das wieder so ein Apfel und Birne- Vergleich ;)
Die privaten Finanzen eines Jugendlichen sind wahrlich schwer mit einem Finanzhaushalt einer Stadt wie Freiburg zu vergleichen.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

03. August 2012 - 14:04 Uhr

Herr Pohl,

natürlich sind es nicht nur 2 Sachen - es sind viel mehr, die von verschiedenen Seiten gefordert werden, wir brechen es ja nur auf unsere Diskussionsebene herunter bzw. diskutieren unter dem Artikel zur Eishalle. Das Grundproblem ist dennoch da: Wofür Geld ausgeben, das man gar nicht hat? Es ist doch in der Bundes- wie Landes- wie auch Kommunalpolitik immer die Rede davon, die Neuverschuldung zu senken, also weniger Schulden als geplant zu machen. Das Schuldenmachen an sich bleibt.

Das Beispiel mit den Jugendlichen ist sehr vereinfacht, aber was sonst steckt bei den verschuldeten Jugendlichen dahinter als: "ich will..." (...darauf nicht verzichten)?

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Michael Pohl

Registriert seit: 26.08.2010

Kommentare: 67

03. August 2012 - 14:13 Uhr

Natürlich brechen wir die Diskussion auf den Rahmen der im Artikel beschriebenen Thematik herunter. Eine weitreichende zur allgemeinen Finanzpolitik wäre hier auch zu umfangreich, finden Sie nicht? :)
Deshalb "nur" das Thema Eishalle.

Und um über die Gründe von jugendlicher Verschuldung zu debattieren ist das hier nun wirklich nicht der passende Rahmen.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

03. August 2012 - 14:25 Uhr

Ja Herr Pohl,

und da einige wirklich nur die Eishalle, die Eishalle und nochmal die Eishalle sehen und sonst nichts drumherum, macht es auch keinen Sinn, hier noch weiter Energie zu verschwenden.

Die Verschuldung der Jugendlichen - das war nur ein Bild zur Veranschaulichung. Es ging nicht um die Verschuldung an sich, sondern die Ursache. Das "ich will (aber)" herrscht hier bei den Argumenten vor, auch wenn es nicht genau so geschrieben wird. Das kommt immer zum Ausdruck, wenn damit argumentiert wird, die Stadt habe ja schließlich dies und das auch gemacht... So kann man nicht diskutieren. Mit Argumenten wie Zielgruppen, Nutzern, Vereinen, Hallenbelegungszeiten, weiteren Vermarktungskonzepten, etc. hingegen schon. Leider kommen diese Kommentare hier zu kurz.

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Helfried Goerkes

Registriert seit: 11.08.2011

Kommentare: 98

03. August 2012 - 17:27 Uhr

Hauptsache etwas geschrieben.

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Arno Ruesch

Registriert seit: 22.03.2011

Kommentare: 78

03. August 2012 - 23:37 Uhr

@ Herr Rosen :

"Das Grundproblem ist dennoch da: Warum Geld ausgeben, das man gar nicht hat?"

Wer sagt denn, dass kein Geld da ist? Ich erinnere nur an das 104 Mio.-Rathaus, das mal eben 25 Mio. teurer wird als ursprünglich geplant:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/104-millionen-euro-neues-rathaus-um-30-prozent-teurer-als-gedacht--59007890.html

Wo steht denn, wieviel Geld ein neues Stadion die Stadt wirklich kosten würde - unter Berücksichtigung der Verwertung des alten Arreals, unter Berücksichtigung von möglichen öffentlichen Zuschüssen oder privaten Sponsoren (z.B. Namensgeber für das Stadion). Schon jetzt muss die Stadt die alte Franz-Siegel-Halle Jahr für Jahr kräftig bezuschussen. Vielleicht ist ein Neubau unter Berücksichtigung neuer energetischer Möglichkeiten, der langfristig extren niedrigen Kreditzinsen und der oben genannten Einnahmemöglichkeiten auch hier billiger als die alte Lösung. Ohne dass tatsächlich Zahlen auf dem Tisch liegen, handelt es sich hier doch um eine philosophische Grundsatzdiskussion, die nicht wirklich zielführend ist, da die Pro- und Kontraargumente altbekannt sind und sich hier schon mehrfach wiederholten....

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

04. August 2012 - 10:52 Uhr

Da stimme ich ihnen zu. Die Argumente Pro/Kontra aufgrund der aktuellen Faktenlage wurden schon mehrfach ausgetauscht. Langsam wird es Zeit das die Stadtverwaltung Zahlen liefert, schließlich beschäftigt man sich Intern schon länger mit diesem Projekt. Zumindest hat man das nach außen hin Erzählt.
Da sollten langsam Belastbare Zahlen auf dem Tisch Liegen z.b was können wir aus dem FSH Gelände Erlösen, welche Zuschüsse können wir Erwarten, welche weiteren Einnahmen können z.b duch einen Namensgebung erzielt werden und wie konkret soll ein Neubau aussehen (größe etc.).....die Öffentlichkeit Tappt in dieser Hinsicht mehr oder weniger im Dunklen.

Ohne daß lässt sich ünerhaupt nicht abschätzen welche Zusätzlichen Ausgaben (aus dem Haushalt) überhaupt auf die Stadt zukommen.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

06. August 2012 - 09:34 Uhr

Herr Ruesch,

falsch zitiert, aus dem Zusammenhang gerissen und damit den Sinn entfremdet:

"Wofür" Geld ausgeben, das man gar nicht hat, und nicht "Warum"!

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 804

06. August 2012 - 16:13 Uhr

Herr Rosen,
Sie scheinen nicht zu verstehen, dass das Geld eben doch da ist. Hätten Sie die Posts mal alle gelesen, wären Ihnen sicher die vielen Beispiele aufgefallen wo dieses nicht vorhandene Geld (auch ohne Einsprüche ihrerseits) mit vollen Händen ausgegeben wird. Hier in der Online BZ finden sich auch etliche Artikel in denen städtisches Geldausgeben Thema ist.
Die Ich-will-Schreier hier sind eben nicht nur auf die Eishalle fixiert, wie Sie hier vorwerfen, sondern sehen sehr gut was anderswo ausgegeben wird und in den letzten Jahrzehnten ausgegeben wurde, während die Eishalle verrottete weil eben angeblich kein Geld da war.

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Peter Schneiderhahn  

Peter Schneiderhahn

Registriert seit: 25.11.2011

Kommentare: 498

06. August 2012 - 17:27 Uhr

@Hr. Walchner,

natürlich ist eine bestimmt Menge an Geld ( bzw. geplanter Etat) vorhanden!
ABER d.h. nicht, dass ALLE Wünsche und Vorhaben mal ebenso umgesetzt werden.

Es gibt eben diese Menge x an 'Geld' und es gibt eine Menge y an Vorhaben. Dann wird gerechnet - was kostet das alles? - welche laufenden kosten ergeben sich dadurch pro Jahr? etc... und dann weiß man, dass y-Vorhaben die Geldmenge x überschreitet... und dann muß man eben abwägen - (darum geht es eigentlich schon seit gefühlten 140 Kommentaren) und wenn das EIsstadion geabut werden sollte, dann wird eben irgendetwas anderes nicht realisiert... und dann gibt es von der betroffenene Gruppe hier im Forum Aussagen, dass das nicht in Ordnung sei und doch Geld da ist, aber eben nur für andere Dinge ausgegeben wird...

Und wenn die Zeit nicht so drängen würde, könnte man in der Tat die Infrastruktur von Eis- und Fußballstadion z.T. zusammenlegen und damit durchaus Kosten sparen.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

07. August 2012 - 09:25 Uhr

Herr Schneiderhahn,

genauso ist es. Es ist eigentlich wie im eigenen Budget zuhause, nur sind die Dimensionen ganz andere.

Herr Walchner,
die Stadt Freiburg hat ca. 250 Mio € Schulden zu tilgen. Und Sie reden ernsthaft davon, dass Geld da ist?

Die Frage ist doch nur, wofür machen wir weitere Schulden. Und da greift dann die Erläuterung von Herrn Schneiderhahn - und meine Darstellungen seit gefühlt 140 Kommentaren...

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 804

07. August 2012 - 19:42 Uhr

"Herr Walchner,
die Stadt Freiburg hat ca. 250 Mio € Schulden zu tilgen. Und Sie reden ernsthaft davon, dass Geld da ist?"

Ja, Herr Rosen, denn es wird ja lustig in alle möglichen (kulturellen) Einrichtungen investiert, wie ich schon seit gefühlt 1235 Kommentaren versuche darzustellen. Und um die Verhältnisse kurz noch einmal zu skizzieren, die Kosten für die Bühnenrenovierung plus einmalig(!) den jährlichen(!) Zuschuss ans Stadttheater, ergäbe bereits ein moderne, kostensparende und umweltverträgliche Eishalle die geschätzte 30 Jahre lang hält. Andere Kommentatoren haben übrigens bereits darauf hingewiesen, dass man durch die Wohnbebauung des jetzigen Eishallenareals, den Materialwert der Stahlkonstruktion in der Halle, die Vergabe des Namensrechtes an der neuen Halle etc. einen großen Teil der Kosten bereits decken könnte. Eventuell könnten auch private Investoren mit ins Boot geholt werden, insbesondere bei einer Kombilösung mit Geschäfts- und Wohnbebauung oder ähnlichem. Wäre durchaus möglich.
Man kann aber auch wie Sie hingehen und sagen: Nö. Kein Geld da. Fertig aus.

Ich verstehe Ihren Standpunkt was die Finanzen der Stadt angeht, Herr Rosen. Ich verstehe allerdings nicht, wieso Sie gerade hier so einseitig und vehement darauf verweisen und bei anderen Gelegenheiten gerne auf Kommentare verzichten. Das erscheint mir ziemlich inkonsequent.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

08. August 2012 - 09:38 Uhr

Herr Walchner,

die Tatsache, dass ich bei anderen Gelegenheiten auf Kommentare verzichte, entspringt meiner Einstellung, dass ich nicht zu jedem Thema meinen Senf hinzugeben muss.

Hier habe ich zwar aus Ihrer Sicht tendenziell einseitig argumentiert, aus meiner Sicht habe ich der einseitigen Argumentation der Eishallenbefürworter nur Gegenargumente geliefert.

Wie bereits ausgeführt: Hätte ich die Wahl, würde ich mich persönlich eher für einen Eishallen- als für einen Theaterneubau entscheiden. Aber es geht gar nicht darum, was ich persönlich entscheiden würde.

Es geht darum, dass es Leute gibt, die entscheiden müssen, was für die Stadt und alle ihre Bürger nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft wichtig ist. Konzerthaus, Neue Messe - Projekte, zu denen es sicher viele gibt, die sagen: ICH brauche das nicht, mir reicht ein Kino, oder der alte Messplatz hätte es auch noch getan.

Es gibt sicher gute Argumente, warum eine Eishalle für die Zukunft gut und wichtig ist. Und Sie haben Recht: wenn das Areal vermarktet wird, kommt auch wieder Geld rein. Aber da beginnt schon die nächste Diskussion: Vermarkten und bebauen? Gegenüber den "Ghettobauten" von Unmüssig? Dann doch lieber eine Grünfläche, einen Park für die dortigen Bewohner (werden die einen sagen), wenn bebauen, dann aber als Gegenpol zu Unmüssig nur kleine familiengerechte Häuser (werden die anderen sagen), wohingegen wieder andere sagen werden: Einfamilienhäuser? - Wer will denn ein Einfamilienhaus an der Berliner Allee...

Auch Ihr Vorschlag, Private Investoren ins Boot zu holen, klingt gut. Wo steht eine geeignete Fläche zur Verfügung? Wer will beim Eisstadion wohnen? Wie groß soll der Geschäftsanteil sein und wieviel Kaufkraft wird dabei angezogen bzw. an welcher Stelle leiden andere Geschäfte bis hin zur Schließung?

Es gilt immer, Tausend Argumente abzuwägen. Die Darstellung der Eishallenbefürworter war mir zu einseitig, daher habe ich Gegenargumente geliefert. Gute Diskussionen laufen so ab, dass man den anderen ernst nimmt und ihn nicht als Eishockeyhasser betitelt, seine Argumente als Blödsinn bezeichnet oder ihn der Diskriminierung bezichtigt.

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 804

08. August 2012 - 21:10 Uhr

Herr Rosen,
die Fragen, die Sie in Ihrem letzten Post zur eventuellen Bebauung des jetzigen Eishallenareals und zur eventuellen Kombinutzung eines Neubaus stellen sind in meinen Augen genau richtig gestellt und müssen selbstverständlich beachtet werden. Allerdings nur wenn man nicht grundsätzlich einen Neubau ablehnt sondern sich konstruktiv damit auseinandersetzt.

Wie die Bebauung des Areals an der Ensisheimerstraße aussehen wird, kann man sich bei der derzeitigen Nachverdichtung denken. Mehrfamilienklötze, eventuell mit Geschäften im EG. Also eben der gefürchtete Unmüssig-Style. Das ist zwar nicht schön aber bringt eben wirtschaftlich die beste Ausnutzung der attraktiv gelegenen Fläche.
Attraktiv übrigens auch wegen der neuen Stadtbahn und dem 5 Gehminuten entfernten Seepark :-)

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

08. August 2012 - 21:32 Uhr

Festzuhalten bleibt das praktisch alle Schulden haben Gemeinden, Städte, Länder. Sich wegen Schulden Infrastruktur nicht zu Leisten deswegen Retten sie a) nicht die Finanzen, den Euro oder sonst etwas und b) wenn es zum großen Kollaps kommt ist nicht Entscheidend was sie sich nicht geleistet haben, sondern was für Infrastruktur sie stehen haben (weil sie es sich trotzdem geleistet haben)...die wird ja nicht abgebaut und gen Griechenland verschachert.

Warum sich die ärmsten Bundesländer wie z.b Bremen/Bremerhaven eine neue Eishalle und praktisch neues Fußballstadion Leisten (auch wenn es ein Umbau war), während man sich in Baden Württemberg lieber alles "Spart", kann mir immer noch keiner Schlüssig Erklären. Im Gegenteil, als Dank Schicken wir per Länderfinanzausgleich Millionen gen Norden und die leisten sich mit unserem Geld daß, was man sich hier angeblich nicht Leisten kann.....muß man das Verstehen??
Wenn Freiburg es sich nicht Leisten will, dann geben eben andere "unser" Geld aus. Die juckt es nicht wo es herkommt.

Das es immer etwas Sinnvolleres gibt, darüber brauchen wir übrigens auch nicht Diskutieren aber fliest deswegen ein Cent mehr in Schulen, Krankenhäuser etc. wenn eine Eishalle nicht Gebaut wird? Mit Sicherheit nicht....zumal die meisten Schulen in den letzten 15 Jahren durchsaniert wurden genau so wie Schwimmbäder etc.
Da ist es doch nur Folgerichtig das nun die Eishalle drann ist oder man will zukünftig die Leute nach Offenburg, Schwenningen oder Basel Schicken. Wenn die Stadt es will, bitte schön.

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Ralf Rosen

Registriert seit: 30.10.2009

Kommentare: 475

09. August 2012 - 09:20 Uhr

Herr Diehr,

vielleicht gibt es ja gute Gründe, warum es ärmere Bundesländer und reichere gibt, und warum Baden-Württemberg gar nicht so schlecht dasteht?

Ich kenne mich zwar mit dem Länderfinanzausgleich nicht aus, aber ich bin mir sicher, dass die Rechnung nicht lautet: Mehr Schulden = mehr Finanzausgleich. Daher kann es kein Argument sein: Gebt auch mehr aus, dann müss ihr weniger Finanzausgleich bezahlen.

Ganz unabhängig davon: Falls das Land den Bau der Eishalle finanziell unterstützen sollte, wären das für die Berechnung des Finanzausgleichs die berühmten "Peanuts". Den größten Batzen wird die Stadt tragen, und davon fließt nichts in die Berechnung des LÄNDERfinanzausgleichs.

"....muß man das Verstehen??" MÜSSEN nicht, aber man sollte es zumindest versuchen...

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