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Von dpa

Sa, 09. Februar 2019

Bildung & Wissen

Aus einem Guss

NEUARTIGER 3D-DRUCK

Aus einem Guss

Schneller, genauer, variabler: Mit einer neuen Art des 3D-Drucks lassen sich Objekte im Ganzen aus einem lichtempfindlichen Material erzeugen. US-Forscher stellen diese Neuentwicklung im Fachmagazin Science vor. Sie druckten mit dem Verfahren unter anderem eine Mini-Version der berühmten Skulptur "Der Denker" von Auguste Rodin.

Beim herkömmlichen 3D-Druck werden Objekte Schicht auf Schicht gedruckt. Diese Verfahren seien allerdings vergleichsweise langsam, die Qualität der Oberflächen sei begrenzt und häufig seien Nachbearbeitungen nötig, schreiben die Forscher um Brett Kelly von der University of California, Berkeley (USA). Bei ihrem Verfahren werden zunächst Aufnahmen eines Objekts aus unterschiedlichen Blickwinkeln gemacht. In einem Projektor werden die Einzelbilder zusammengesetzt und als Lichtmuster auf eine zähflüssige, lichtempfindliche Lösung geschickt. Diese verfestigt sich dann nach Vorlage des Lichtmusters – in diesem Fall eben zu einer Kopie der Denker-Skulptur. Die nicht-verfestigten Lösungsreste werden abgelöst.